Syrien: SOS-Kinderdorf abgeriegelt

06.03.2012 - Gewehrfeuer und Straßensperren: Von der zunehmenden Gewalt zwischen Regierungstruppen und Aufständischen in Syrien sind nun auch die SOS-Kinderdörfer betroffen. Das SOS-Kinderdorf von Qodsaya, zehn Kilometer außerhalb von Damaskus, wurde jetzt mehrfach blockiert.


SOS-Kinder und -Mitarbeiter blieben von der Gewalteskalation in Syrien bislang verschont - Foto: SOS-Archiv
Bürgerkrieg kommt immer näher

"Unsere Mitarbeiter konnten nicht ins SOS-Kinderdorf gelangen", erklärte der Leiter von SOS-Syrien, Rani Rahmo. "Man hörte in der Nähe Gewehrfeuer. Sicherheitskräfte riegelten die Hauptstraße von Qodsaya ab.  Auch aus dem nahen Damaskus konnte man Schießereien hören. Die Kinder hatten große Angst."

Demonstrationen auf den Straßen

Kürzlich war in der Nähe des zweiten SOS-Kinderdorfs in Aleppo eine Bombe explodiert und hatte viele Menschen in den Tod gerissen. In der Umgebung beider syrischen Standorte meldete Rahmo Demonstrationen. Kinder, Mütter und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Syrien blieben bislang unverletzt.

In den zwei SOS-Kinderdörfern in Syrien leben rund 210 Kinder und Jugendliche. Die Familienhilfe in Damaskus unterstützt 271 Kinder und Erwachsene.