Syrien: Schutz für Flüchtlingskinder

SOS-Kinderdörfer eröffnen weiteres Übergangsheim

21.09.2015 - Viereinhalb Jahre Krieg in Syrien: Vier Millionen sind aus dem Land geflohen, innerhalb Syriens sind 7,6 Millionen Vertriebene auf der Flucht. Die SOS-Kinderdörfer in Syrien verstärken ihre Nothilfe im Bürgerkriegsland: In der Region von Damaskus hat ein weiteres SOS-Übergangsheim für unbegleitete Flüchtlingskinder eröffnet.

Glückliches Wiedersehen: Nach seiner Aufnahme im SOS-Übergangsheim konnte Mustafa wieder mit seiner Familie vereint werden.

Die SOS-Kinderdörfer in Syrien leisten seit 2012 Nothilfe für Kinder und Familien. Neben der Versorgung von Flüchtlingsfamilien mit Hilfsgütern konzentriert sich die SOS-Nothilfe verstärkt auf unbegleitete Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder im Kriegschaos von ihren Familien getrennt wurden. Sie finden in den mittlerweile zwei SOS-Übergangsheimen in der Region von Damaskus Schutz und Betreuung.

SOS-Mitarbeiter bieten dort medizinische Versorgung, psychosoziale Betreuung, Unterricht sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Hauptziel ist, die Eltern oder Angehörige der Kinder ausfindig zu machen und diese wieder mit ihren Familien zu vereinen.

Kinder wieder mit ihren Familien vereinen

"Als ich hörte, dass meine Kinder am Leben sind und ich sie im SOS-Übergangsheim finden könne, begann mein Herz wieder zu schlagen", sagt Ghada, eine Mutter, die in den Kriegswirren von ihren drei Kindern getrennt worden war.

Machen Sie sich ein Bild: Video der SOS-Kinderdörfer in Syrien zur SOS-Nothilfe (englisch, 10:21)
Drei Monate hatte sie nach ihnen gesucht. "Schließlich, nach all den Nächten, die ich durchgeweint und die Hoffnung, meine Kinder wiederzusehen, schon fast aufgegeben hatte, schloss ich sie wieder in meine Arme."
Von einem weiteren glücklichen Wiedersehen erzählt SOS-Mitarbeiterin Abeer Pamuk in ihrem Blog: Lesen Sie die Geschichte des 12-jährigen Mustafa: Verloren und gefunden.

 

In den beiden SOS-Übergangsheimen wurden bislang 197 Mädchen und Jungen aufgenommen. 62 Kinder konnten wieder mit ihren Familien vereint werden.