Syrien: Die Welt muss endlich handeln!

Appell der SOS-Kinderdörfer zum Uno-Gipfel

28.09.2015 - Der Krieg in Syrien bestimmt den Uno-Gipfel in New York. Die SOS-Kinderdörfer appellieren dringlich an die Staatengemeinschaft, eine politische Lösung des Konflikts auf den Weg zu bringen.

Mutter mit Tochter in Latakia, Syrien - Foto: Abdelkader Fayad

"Während die Welt seit Jahren wie gelähmt auf den Bürgerkrieg in Syrien blickt, wird das Elend der Menschen immer größer - die aktuelle Flüchtlingswelle ist die Folge beschämender Untätigkeit", sagte SOS-Pressesprecher Louay Yassin. Die SOS-Kinderdörfer weltweit erneuerten ihre Forderung, in Syrien Kinderschutzzonen zu schaffen und die humanitäre Hilfe im Bürgerkriegsland drastisch zu verstärken. "Die Kinder in Syrien leiden besonders unter dem grausamen Konflikt: Sie werden als Schutzschilde missbraucht, geraten ins Visier von Heckenschützen, hungern und können nicht zur Schule gehen - eine Generation ohne Zukunft wächst heran", so Yassin.

Jeder zweite Syrer ist auf der Flucht

Nach viereinhalb Jahren Krieg ist die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf der Flucht. Vier Millionen Syrer sind mittlerweile außer Landes geflohen, die meisten von ihnen in die Nachbarstaaten. Die Zahl der Vertriebenen im Bürgerkriegsland wird auf 7,6 Millionen geschätzt.

Die SOS-Kinderdörfer in Syrien leisten seit Jahren humanitäre Hilfe für Kinder und Familien. Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise hat SOS zudem Nothilfeprogramme in den Transitländern Mazedonien und Serbien gestartet, wo tausende syrische Flüchtlinge stranden.