Syrien: Wassermangel bedroht Kinderleben

Im Bürgerkriegsland ist die Wasserversorgung kollabiert

24.07.2015 - Wassermangel bedroht derzeit das Leben vieler hunderttausend Menschen, vor allem Kinder, in Syrien. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer im Bürgerkriegsland hin.
Wasserholen in der Gluthitze: Kleiner Junge in Syrien mit Plastikflaschen. Foto: Abeer Pamuk
Schon die Kleinsten warten mehrere Stunden in der prallen Sonne, um Wasser in Plastikflaschen abzufüllen. Foto: Abeer Pamuk

Knapp fünf Jahre Krieg haben Wasserversorgung und Sanitäranlagen in vielen Teilen Syriens fast vollständig kollabieren lassen. Die hygienischen Zustände, besonders in den provisorischen Behausungen der Binnenflüchtlinge, sind extrem schlecht. Vor allem Kinder macht die mangelnde Trinkwasserversorgung anfällig für Krankheiten.

"In der Region Tishrin stehen schon die Kleinsten über mehrere Stunden in der Gluthitze Schlange. Sie warten darauf Flaschen und Kanister an der einzigen Trinkwasserquelle der Gegend zu füllen, um die schweren Kanister dann heim zu schleppen. Rund 5000 Familien müssen mit gerade einmal sechs Brunnen auskommen", berichtet SOS-Mitarbeiterin Abeer Pamuk aus dem syrischen Aleppo. "In der Sommerhitze kollabieren viele Kinder bei dieser Aufgabe. Zeit für Schule oder Spielen finden die meisten Kinder schon lange nicht mehr."

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen in Syrien zehntausende Flüchtlingsfamilien: Hier erfahren Sie mehr zur SOS-Nothilfe in Syrien.