Tsunami-Waisen ziehen im SOS-Kinderdorf in Thailand ein

Abschluss der SOS-Tsunami-Aufbauhilfe – wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

27.01.2009 - Mit der feierlichen Eröffnung des SOS-Kinderdorfs Phuket, Thailand, ist die SOS-Aufbauhilfe in den südasiatischen Tsunami-Gebieten zum Abschluss gekommen. Insgesamt sind sechs neue SOS-Kinderdörfer entstanden, in denen Tsunami-Waisen ein neues Zuhause finden. Darüber hinaus hat die Not- und Wiederaufbauhilfe der SOS-Kinderdörfer tausenden Familien in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand eine Perspektive gegeben.

 

Spielende SOS-Kinder im Kinderdorf Phuket
Ein liebevolles Zuhause: Spielende SOS-Kinder im neuen Kinderdorf Phuket
Auftakt der Eröffnungsfeier im SOS-Kinderdorf Phuket war eine buddhistische Zeremonie, die von neun Mönchen - eine Glückszahl im Buddhismus - abgehalten wurde. Nach dem Gebet wurden ihnen traditionellerweise Essen und Geschenke überreicht. Für die Kinder und ihre SOS-Mütter war diese Zeremonie eine große Ehre. Sie nahmen daran mit viel Hingabe teil.

 

Ein neues Zuhause für 120 Kinder in Not

Im Kinderdorf finden bis zu 120 elternlose und verlassene Mädchen und Jungen ein neues Zuhause. Die ersten SOS-Kinder ziehen jetzt ein. Ein Großteil von ihnen sind Tsunami-Waisen, die Eltern, Geschwister und Verwandte in der Flut verloren haben.

Andere SOS-Kinder kommen aus zerrütteten Familien. So ist Guy, das jüngste Kind im Dorf, erst zwei Wochen alt. Seine allein stehende Mutter sah sich nicht in der Lage für ihr Baby zu sorgen, woraufhin Guy vom Sozialamt an das SOS-Kinderdorf vermittelt wurde. Gerade in der Tourismus-Region um Phuket ist dies kein Einzelschicksal: Viele junge Frauen kommen dorthin aus weit entfernten Gebieten, um dort nach Arbeit zu suchen. Kommt es dann zu einer Schwangerschaft, sind viele - ohne jeden familiären Rückhalt und weit weg von Zuhause -  völlig überfordert.

 

Eröffnungsfeier: Traditionelle Gebetszeremonie im SOS-Kinderdorf Phuket
Eröffnungsfeier: Buddhistische Gebetszeremonie im SOS-Kinderdorf Phuket. Vorne rechts: SOS-Präsident Helmut Kutin
Zum Kinderdorf gehört auch ein SOS-Kindergarten, der Mädchen und Jungen aus bedürftigen Familien in der Nachbarschaft offen steht. In dem Kindergarten betreuen SOS-Mitarbeiter derzeit 50 Kinder.

 

6 neue SOS-Kinderdörfer für Tsunami-Waisen

Nach der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 starteten die SOS-Kinderdörfer in Südasien das größte Nothilfe- und Wiederaufbau-Programm ihrer Geschichte. So konnten wir helfen:

  • Not- und Soforthilfe für 23.000 Betroffene
  • 2.200 neue Wohnhäuser für 11.000 Menschen
  • zahlreiche Gemeindezentren
  • 2 Schulen
  • 6 neue SOS-Kinderdörfer (drei in Indonesien, zwei in Indien und eines in Thailand) für insgesamt mehr als 800 verlassene Kinder

 

Mit Ihrer Unterstützung konnten die SOS-Kinderdörfer den Kindern und Familien in den schwer getroffenen Tsunami-Gebieten nachhaltig helfen! Vielen Dank!