Senegal: SOS-Nothilfe nach Überschwemmungen

In überfluteten Vororten Dakars helfen die SOS-Kinderdörfer mit Geräten und einem Freiwilligen-Team

18.09.2009 -
Überflutete Straßen in Dakar
Während der Regenfälle stand das Wasser kniehoch in den Straßen.

18.09.09 - In den engen Gassen steht brackiges Wasser, Häuser sind überflutet und die Bewohner stehen vor dem Nichts: Nach heftigen Regenfällen wurden weite Teile von Senegals Hauptstadt Dakar überflutet. Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe: SOS stellt Pumpen und Hilfsmannschaften zur Verfügung.

Seuchengefahr: Es droht der Ausbruch von Malaria und Cholera

Besonders dramatisch ist die Lage in den Vororten Pikine West und Pikine Ost. Dort leben die Menschen dicht gedrängt, die Straßen sind meist nicht asphaltiert, Kanalisation und Müllentsorgung sind praktisch nicht vorhanden. In den überfluteten Vierteln droht nun der Ausbruch von Malaria, Cholera und von Durchfallerkrankungen, die vor allem für kleine Kinder lebensbedrohlich sind. In Pikine sind über die Hälfte der Bewohner Kinder und Jugendliche.

Häuser in Dakar stehen unter Wasser
Unzählige Menschen mussten ihre Häuser und Hütten verlassen, das brackige Wasser muss nun abgepumpt werden.
Die Behörden haben die SOS-Kinderdörfer im Senegal um Unterstützung gebeten. Das Wasser muss abgepumpt werden. SOS wird sich mit zwei Pumpen und einem Hilfsteam an den Aufräumarbeiten beteiligen. Vier SOS-Mitarbeiter werden dabei durch 45 Freiwillige unterstützt, die wir mobilisieren konnten.

Eine Perspektive für Familien in Not

In Pikine sind die SOS-Kinderdörfer gerade dabei, ein Familienhilfe-Programm vorzubereiten, das 2010 starten soll. Die SOS-Familienhilfe begleitet bedürftige Kindern und deren Eltern in eine bessere Zukunft. Die Unterstützung umfasst Lebensmittel, Medikamente, Schulgeld und Berufsberatung. Ziel ist es, arme Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen.

Senegal wird während der Regenzeit häufig von Überschwemmungen heimgesucht. Dieses Jahr war der Regen jedoch außergewöhnlich stark. Nach Medienberichten mussten im Senegal deshalb über 260.000 Menschen vor den Fluten fliehen. Auch in anderen Regionen Westafrikas haben schwere Regenfälle zu Überschwemmungen geführt. So leisten auch die SOS-Kinderdörfer in Burkina Faso Nothilfe für Familien.