Ukraine: Hilfe für Familien

SOS-Familienhilfe ist in Lugansk weiter aktiv

18.07.2014 - Immer mehr Menschen fliehen vor dem Bürgerkrieg in der Ost-Ukraine. Ein Brennpunkt ist Lugansk. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben die Stadt verlassen. Die SOS-Familienhilfe ist in Lugansk weiter aktiv, um Kindern und Eltern in der aktuellen Krise weiter beizustehen.

Viele Kinder in Luansk sind traumatisiert - Foto: Marko Mägi

Ein Ende des Bürgerkriegs in der Ukraine ist nicht absehbar. Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs von Malaysia Airlines (MH17) in der ukrainisch-russischen Grenzregion droht eine weitere Eskalation des Konflikts. Nach Schätzungen des ukrainischen Gesundheitsministeriums hat der Bürgerkrieg in den Regionen von Lugansk und Donezk bislang die Leben von 500 Zivilisten gefordert, 1400 wurden demnach verletzt. Hundertausende sind geflohen.

Granaten schlagen in Lugansk ein

Vergangene Woche war Lugansk erneut unter Beschuss: Mehrere  Granaten schlugen in der Stadt ein. Unter SOS-Mitarbeitern und den Kindern und Eltern des Familienhilfe-Programms gab es jedoch keine Opfer.

Vor Ausbruch des Bürgerkriegs unterstützte die SOS-Familienhilfe in Lugansk insgesamt 153 Familien mit 317 Kindern. Etwa vier von zehn Familien sind in der Stadt geblieben - die anderen sind vor dem Konflikt geflohen: in andere Regionen der Ukraine, nach Russland und zur Krim.

Die Familien, die in Lugansk geblieben sind, brauchen dringend Beistand: Viele Eltern und Kinder sind durch die Gewalt traumatisiert. Einige Familien beklagen den Tod des Ernährers. Insgesamt sind Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Probleme und Armut stark gestiegen.

Psychologische Begleitung und Lebensmittel

Die SOS-Familienhilfe setzt ihre Arbeit für Not leidende Kinder und Eltern in Lugansk fort. So hilft SOS:

  • Psychotherapeutische Begleitung für traumatisierte Kinder und Eltern
  • Lebensmittelpakete
  • Medikamente
  • Erste-Hilfe-Koffer

SOS-Sozialarbeiter haben mit jeder der Familien einen Notfall-Plan ausgearbeitet, der Kontakte, Evakuierungsplätze und Verhaltensratschläge umfasst. Außerdem hat die SOS-Familienhilfe eine Telefon-Hotline eingerichtet, um Hilfesuchenden Familien umgehend oder auch nach ihrer Flucht aus Lugansk mit Rat beizustehen.

SOS-Familien aus Lugansk

Die sechs Familien des SOS-Kinderdorfs in Lugansk haben die Stadt Mitte Juni verlassen und befinden sich nun an verschiedenen Orten außerhalb der Krisenregion. Die Familien - insgesam t sind es 21 Kinder -  werden weiter von SOS-Sozialarbeitern oder Therapeuten begleitet. Neben regelmäßigen Telefonaten sind monatliche Besuche geplant. So wird jetzt im August ein Psychotherapeut die SOS-Kinder und –Mütter aufsuchen. Es ist sichergestellt, dass die Mädchen und Jungen nach dem Ferienende örtliche Schulen und Kindergärten besuchen können. Denn derzeit ist nicht absehbar ist, wann die SOS-Familien nach Lugansk zurückkehren.

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