SOS wirkt bei UN-Richtlinie zur Kinderbetreuung mit

10.06.2008 - Die Verabschiedung der UN-Richtlinien für eine alternative Betreuung für Kinder rückt näher. Nach einer Podiumsdiskussion in Genf, konnten genug Förderer gewonnen werden, um bei der 9. Sitzung des Menschenrechtsrats im September beschlussfähig zu sein. Bei der Diskussion waren die SOS-Kinderdörfer durch ein ehemaliges SOS-Kind vertreten.

Kersti Kukk bei der UN in Genf
Bei der UN in Genf: Kersti Kukk, ehemaliges SOS-Kind, und SOS-Mitarbeiter Alan Kikuchi-White
Der UN-Ausschuss für Kinderrechte gab 2004 den Anstoß für die Entwicklung von Richtlinien zum Schutz von Kindern ohne elterliche Betreuung. Einige Nichtregierungsorganisationen haben Entwürfe vorgelegt, die seit August 2006 von Regierungsexperten diskutiert werden.

Am vergangenen Freitag, 6. Juni 2008, fand im Menschenrechtsrat in Genf eine Podiumsdiskussion auf höchster Ebene statt. Diskussionsteilnehmer waren der UN-Ausschuss für Kinderrechte, UNICEF, civil society, die SOS-Kinderdörfer, der International Social Service und die brasilianische Regierung. Kersti Kukk, ein ehemaliges SOS-Kind, das auch im Jugendrat für die Richtlinien und die Quality4children-Standards mitgewirkt hatte, hielt eine eindrucksvolle Rede, die die Notwendigkeit der Richtlinie aus Sicht der Jugend betonte.

Die Richtlinien wurden präsentiert und weitere Ländervertretungen konnten für die Unterstützung ihrer Verabschiedung gewonnen werden.