SOS-Kinderdörfer: Unternehmen für Kinderarbeit mitverantwortlich

Appell zum Welttag gegen Kinderarbeit

10.06.2016 - Anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am Sonntag (12.6.) machen die SOS-Kinderdörfer weltweit Unternehmen, die Hungerlöhne an Erwachsene zahlen, für Kinderarbeit mitverantwortlich.

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Kinderarbeit statt Schule: Ein äthiopischer Junge arbeitet als Schuhputzer - Foto: Michela Morosini

"Die Hauptursache von Kinderarbeit ist bittere Armut!", sagt SOS-Pressesprecher Louay Yassin. "Deshalb fordern wir Unternehmen, die im Ausland produzieren lassen, auf, ihrer sozialen Verantwortung in armen Ländern gerecht zu werden!"

170 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten

Fast 170 Millionen Kinder weltweit arbeiten, anstatt zur Schule zu gehen. Schätzungen zufolge erwirtschaften arbeitende Kinder in armen Familien zwischen 15 und 30 Prozent des Haushaltseinkommens. "Deshalb unterstützen wir tausende Familien, die trotz Arbeit ihre Familie nicht ernähren können. Oft sind das Subunternehmer, die für den westlichen Markt produzieren. Das ist ein Skandal!", erklärt Yassin.