Vietnam: SOS-Kinder ziehen in neuem Kinderdorf ein

05.01.2010 - Die ersten Mädchen und Jungen sind in dem neu errichteten SOS-Kinderdorf Dien Bien Puh, Vietnam, eingezogen. Das Dorf wurde von SOS-Präsident Helmut Kutin feierlich eröffnet.

Vietnamesische SOS-Kinder
Ein liebevolles Zuhause im Kinderdorf: Vietnamesische SOS-Kinder - Foto: Benno Neeleman
Zunächst haben 50 Mädchen und Jungen in sieben Familienhäusern des SOS-Kinderdorfs ein neues Zuhause gefunden. Weitere SOS-Familien werden nach und nach einziehen: Das SOS-Kinderdorf Dien Bien Phu soll aus 14 Familienhäusern bestehen, in denen bis zu 140 Kinder wohnen werden - in einer SOS-Familie, liebevoll umsorgt von ihrer SOS-Mutter, gemeinsam mit Geschwistern.

Ehrung von SOS-Müttern und Helmut Kutin

SOS-Präsident Kutin beging im Zuge seines Besuchs in Vietnam auch die 20-Jahr-Jubiläen der Eröffnung bzw. Wiedereröffnung der ersten vietnamesischen Kinderdörfer von Hanoi, Go Vap bei Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Lat. Dabei zeichnete er zahlreiche vietnamesische SOS-Mütter für ihren lebenslangen Einsatz aus.

Er selbst erhielt die Medaille für Frieden und Freundschaft der Vietnamesischen Union der Freundschaftsorganisationen. Zu Vietnam hat Helmut Kutin einen sehr persönlichen Bezug, da seine erste Aufgabe bei SOS-Kinderdorf International der Bau des ersten vietnamesischen SOS-Kinderdorfes im heutigen Ho-Chi-Minh-Stadt war. 1968 übernahm er die Leitung dieses Dorfes, das damals das größte SOS-Kinderdorf der Welt war. In der Folge baute und betreute er weitere SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Vietnam, ehe er das Land 1976, ein Jahr nach Ende des Vietnamkrieges, verlassen musste.

"Eine Brücke der Menschlichkeit"

Anlässlich der Ehrung Kutins fand in der Residenz des österreichischen Botschafters in Vietnam, Dr. Georg Heindl, ein Festkonzert in Anwesenheit prominenter Gäste aus Vietnam statt, die sich für die SOS-Kinderdörfer engagieren.

"Die SOS-Kinderdorf-Bewegung, die von Österreich ihren Ausgang genommen hat, ist eine Brücke der Menschlichkeit zwischen Österreich und Vietnam", sagte Botschafter Heindl. "Mit 13 Kinderdörfern, neun Jugendeinrichtungen, zehn Hermann Gmeiner-Schulen, zwölf SOS-Kindergärten, drei Berufsausbildungszentren und einem Sozialprogramm zur Stärkung von Familien zählt Vietnam zu den Ländern, in denen die SOS-Kinderdorf-Idee besonders eindrucksvoll und erfolgreich verwirklicht werden konnte. Mehr als 2000 vietnamesische Kinder haben in den Kinderdörfern Geborgenheit, Sicherheit und eine Perspektive für ihre Zukunft gefunden. Das ist eine enorme humanitäre und gesellschaftliche Leistung."