WHO erklärt Liberia für Ebola-frei

SOS-Kinderdörfer fordern weiterhin Hilfe für Ebolawaisen

14.01.2016 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Liberia offiziell als Ebola-frei erklärt. Damit ist die Epidemie, die in den Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea mehr als 11.000 Opfer gefordert hat, zwar offiziell überwunden. „Das Leid der Menschen, insbesondere der Kinder, ist jedoch noch lange nicht vorbei“, betont Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit in München.

Ebola-Waisen in Makeni (Sierra-Leone). Die SOS-Kinderdörfer haben seit Beginn der Epidemie fast 7000 Kinder betreut. Foto: SOS-Archiv

„Die vielen Ebolawaisen brauchen weiterhin dringend Hilfe und Unterstützung. Die Kinder sind meistens traumatisiert  und werden oft wie Aussätzige behandelt.“ Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer gibt es etwa 20.000 Ebolawaisen.

Die SOS-Kinderdörfer haben seit Beginn der Epidemie fast 7000 Kinder in den drei Ländern betreut. Dazu zählt medizinische und psychologische Hlfe genauso wie die Versorgung der Kinder auf den Quarantänestationen mit Essen, Kleidung und dem Notwendigsten. Zudem wurden Hunderte Ebolawaisen an Verwandte vermittelt. Über 160 Waisen ohne Familie wurden in die SOS-Kinderdörfer der Region aufgenommen.

Eine weitere Unterstützung für die drei Staaten sei dringend notwendig, betonen die SOS-Kinderdörfer. „Es muss vor allem sichergestellt sein, dass das Gesundheitssystem stabil ist. Eine neue Erkrankung mit dem Ebola-Virus muss sofort richtig behandelt werden, damit eine erneute Epidemie verhindert werden kann. Deswegen brauchen diese Länder weiterhin Hilfe“, erklärte Yassin.