Kampf gegen Zika-Virus

Vorsichtsmaßnahmen der SOS-Kinderdörfer

13.04.2016 - Im Kampf gegen die rasche Ausbreitung des Zika-Virus treffen die SOS-Kinderdörfer in gefährdeten Regionen erfolgreich Vorsichtsmaßnahmen.

Mückenbekämpfung im SOS-Kinderdorf in Argentinien

Vor einem Monat hat die Weltgesundheitsbehörde (WHO) das Zika-Virus zur Epidemie erklärt und einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Zika-Infektionen in über 60 Ländern

In über 60 Staaten wurden mittlerweile Fälle bestätigt – die meisten in Brasilien und anderen lateinamerikanischen sowie karibischen Ländern.

Lange Kleidung und Moskitonetze

Um die Kinder zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, halten sich die SOS-Kinderdörfer strikt an die vorbeugenden Maßnahmen gegen den durch Aedes-Stechmücken übertragenen Virus. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören lange Kleidung, Moskitonetze und Mückenschutz-Spray sowie das Pflanzen von Sunnhanf, der natürliche Feinde der Aedes-Stechmücke anziehen soll.

Brasilien: Kein SOS-Kind infiziert

Die Prävention zeigt Erfolg: "Keines der Kinder in den SOS-Dörfern in Brasilien wurde bisher infiziert", berichtet SOS-Mitarbeiterin Danielle Pereira. Vier SOS-Mitarbeiter der SOS-Familienhilfe in Haiti wurden hingegen mit Zika infiziert, haben aber die Krankheit mittlerweile überstanden.

Weil Zika im starken Verdacht steht, bei infizierten Schwangeren Fehlbildungen des Schädels (Mikrozephalie) sowie geistige Behinderungen des Babys hervorzurufen, versucht die WHO, vor allem schwangere Frauen vor einer Ansteckung zu schützen. Allein in Brasilien sind mehr als 6.700 Kinder mit Mikrozephalie oder psychischen Anomalien zur Welt gekommen. Auch Mexiko, Kuba und die Domenikanische Republik berichten von infizierten Schwangeren – Tendenz steigend.