Indonesien: 10 Jahre nach dem Tsunami

Ein SOS-Mädchen aus Banda Aceh erinnert sich

Die 17-jährige Mistahuna Jannah ist eine Tsunami-Halbwaise. Ihre Mutter und Schwester sind 2004 bei der verheerenden Flutkatastrophe in Indonesien ertrunken, der Vater war danach schwer traumatisiert. Mistahuna wurde bei verschiedenen Verwandten untergebracht, aber immer nur für kurze Zeit, da weder genug Platz noch Geld für das kleine Mädchen vorhanden waren. Erst im SOS-Kinderdorf Banda Aceh findet sie ein langfristiges, sicheres und stabiles Zuhause.

Als am 26.Dezember 2004 der Tsunami Teile von Sumatra überrollte, versuchte Mistahuna mit ihrer Mutter und ihrem Bruder vor der Flut zu entkommen. Eine riesige Welle erwischte Mis und riss sie von ihrer Familie weg. Sie blieb an einem Dach hängen und wurde völlig entkräftet nach oben gezogen. Sie kann sich nicht mehr erinnern, wie lange sie auf dem Dach ausharrte und was danach geschah.

Kurz nach dem Tsunami: SOS-Nothilfe

Indonesien besteht aus über 17.500 Inseln. Zu diesem Zeitpunkt gibt es im Land bereits fünf SOS-Kinderdörfer. Doch sie liegen Tausende Kilometer östlich vom Katastrophengebiet.
Der nationale SOS-Direktor von Indonesien, Gregor Nitihardjo beschließt sofort nach Banda Aceh zu gehen - und dort die Nothilfe zu starten. Trotz großer Widerstände, denn die Region ist durch die Scharia, die strengste Form des Islam isoliert. Separatistische Rebellen wollen die Region zum unabhängigen Islamstaat machen und liefern sich jahrzehntelang Gefechte mit dem Militär. Das SOS-Team konzentriert sich auf die Evakuierungslager und die Versorgung der Kinder. Das Team verteilt Lebensmittel, die Kinder werden in den SOS-Kinderschutzzonen von Psychologen betreut. Im nächsten Schritt mietet SOS in Banda Aceh ein unbeschädigtes Haus für die Kinder.

SOS-Kinderdorf: Ein sicheres und stabiles Zuhause

Mistahuna lebt inzwischen im Sportinternat, trainiert Taek Wan Do und möchte später Polizistin werden. Doch wann immer sie kann geht sie nach Hause und besucht ihre SOS-Mutter und ihre 132 SOS-Geschwister. Die Erinnerungen sind zwar noch da, aber durch das SOS-Kinderdorf hat Mis ein stabiles Zuhause und die nötige Unterstützung gefunden, um das Trauma zu überwinden.

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