Das Flüchtlingskind und der Mond

Studentenfilm unterstützt SOS-Flüchtlingshilfe

In ihrem Kurzfilm "Moonjourney" erzählt die Filmstudentin Chiara Grabmayr von einem syrischen Mädchen, das mit seinem Vater auf der Flucht ist. Um dem Mädchen die Strapazen der Flucht zu erleichtern, gestaltet der Vater die Flucht für das Mädchen, wie ein Abenteuer. Die Filmemacherin hat SOS den Film zur Verfügung gestellt, um auf die SOS-Flüchtlingshilfe hinzuweisen.

 

Interview mit der Regisseurin Chiara Grabmayr:

Frau Grabmayr, die Flucht als Reise zum Mond zu betrachten - wie ist diese Idee für den Film entstanden?
Ich bin im vergangenen Jahr oft zwischen Wien und München gependelt und habe im Zug viele Flüchtlinge getroffen und auch ein paar junge Syrer kennengelernt, die alles hinter sich gelassen haben und eine Reise ins Ungewisse angetreten haben. Ich habe mich gefragt, wie sich die Menschen wohl fühlen, wenn Sie am Hauptbahnhof in München eintreffen und die vielen Menschen und die vielen Polizisten sehen. Und als ich die Männer in den weißen Hygieneanzügen von der medizinischen Hilfe gesehen habe, ist mir die Idee gekommen, dass sie wie Weltraumanzüge aussehen und, dass es für die Flüchtlinge ähnlich sein muss, wie als wenn Sie auf dem Mond ankommen würden. Die Angst vor dem Unbekannten und Ungewissen muss in etwa gleich sein.


Welche Erfahrungen haben Sie während der Dreharbeiten gemacht?
Es waren anstrengende, aber auch schöne Drehtage. Alle Beteiligten waren mit vollem Einsatz dabei und haben ehrenamtlich gearbeitet. Die Hauptdarsteller sind keine echten Flüchtlinge, da wir keine schlechten Flucht-Erinnerungen hervorrufen wollten. Der Vater wurde von einem Berliner Schauspieler gespielt. Das Mädchen hatte ihre allererste Rolle. Aus Gründen des Jugendschutzes konnten wir immer nur einen halben Tag drehen. Wir haben insgesamt fünf halbe Tage gedreht, davon zwei Tage in Spanien. Die Wasserszenen haben wir übrigens in einem Münchner Schwimmbecken gedreht. Es war für uns Filmemacher vor allem spannend, da wir viele Sachen zum ersten Mal ausprobiert haben, zum Beispiel die Unterwasserdrehs.
 

Sie haben den Film den SOS-Kinderdörfern weltweit zur Verfügung gestellt, um auf die Flüchtlingshilfe für Kinder, Jugendliche und Familien hinzuweisen. Was schätzen Sie an dem Ansatz der SOS-Kinderdörfer?

Ich bin genauso wie SOS auch der Meinung, dass die Integration von Flüchtlingen langfristig und nachhaltig sein muss. Es wird nicht von heute auf morgen passieren. Ich habe einige junge Syrerinnen und Syrer kennengelernt, die motiviert sind, die Sprache zu lernen und sich mit großem Einsatz bei uns zu integrieren. Die Sprachkurse sind auf jeden Fall ein wichtiger Baustein. Ich finde es wichtig, dass NGOs wie SOS sich speziell um Kinder und Jugendliche kümmern und diese speziell fördern, mit Sprachkursen, ihnen aber auch z. B. Kontakte vermitteln z. B. zu den Sportvereinen. Damit sie sich schon bald in ihrer neuen Heimat wohl fühlen. Das sind Maßnahmen, die ich sehr wichtig finde.


Vielen Dank für das Gespräch.

Jetzt Kindern in Not helfen!

Helfen Sie Kindern und Familien, die vor Armut, Krieg und Gewalt auf der Flucht sind - helfen Sie mit Ihrer Spende!

 Jetzt helfen!