Wenn Brot zum Luxus wird

Weltweite Hungerkrise: Wie die SOS-Kinderdörfer in Ägypten einer jungen Witwe und ihren drei Kindern helfen

 
Ein ägyptisches Kind
Ein kleines Stück Brot - zu wenig, um satt zu werden
Vor einer Bäckerei in Kairos Armenviertel Zaqya el Hamra drängt sich eine endlose Schlange. Unter den Wartenden ist Aziza, eine 33-jährige Witwe, die drei Kinder zu versorgen hat. Bis zu drei Stunden muss sie dort anstehen – in der Hoffnung, ein paar dünne Fladen zum staatlich subventionierten Fixpreis zu bekommen. Ein banges Warten: Denn oft reicht das rationierte Angebot nicht für alle. Dann geht Aziza mit leeren Händen nach Hause - wo ihre hungrigen Kinder sie fragend ansehen.

Die weltweite Hungerkrise trifft vor allem auch Familien

Weltweit sind die Preise für Lebensmittel explodiert. In armen Ländern sind Brot oder Reis deshalb zum Luxus geworden. Gerade auch in den Großstädten kämpfen deshalb Familien ums Überleben. Eine dieser Familien lebt in Ägyptens 17-Millionen-Metropole Kairo: Aziza und ihre drei Kinder.

 

Armenviertel in Kairo
Ein Armenviertel in Kairo
Azizas Mann verdiente früher als Gemüseverkäufer den Familienunterhalt. Als er vor acht Jahren starb, fiel ihr kleines Stück Land der Verwandtschaft des Mannes zu. "Meinen Kindern und mir blieb einfach nichts", erzählt die Witwe.

 

Kein Geld für Brot

Aziza zog zusammen mit ihren drei Kindern und ihrer Mutter in Kairos Armenviertel Zaqya el Hamra. Dort wohnen sie zu fünft auf engstem Raum: in zwei kleinen Zimmern.
Die Familie lebt seit Jahren am Rande des Existenzminimums. Mit Aushilfjobs und einer kleinen Pension der örtlichen Moschee kommt Aziza auf ein monatliches Einkommen von 240 Ägyptischen Pfund, das sind gerade mal 28 Euro. Mit dem Geld muss die Witwe die Miete begleichen, Kleidung und natürlich Essen kaufen.


Lebensmittelpakete für bedürftige Familien
So hilft SOS: Lebensmittelpakete für bedürftige Familien
Die horrenden Preise für Brot oder Reis konnte Aziza nicht mehr bezahlen. "Das Brot im Supermarkt ist so teuer geworden, dass es sich nur noch wohlhabende Menschen leisten können", sagt Aziza. Immer öfter gab es nur eine karge Mahlzeit aus Auberginen oder Zucchini – immer öfter musste Aziza ihre Kinder hungrig ins Bett bringen.

"Ich war verzweifelt. Was sollte ich nur tun? Meine Kinder von der Schule nehmen und zum Arbeiten schicken? Oder etwa zum Betteln?"

"Bald kann ich meine Kinder wieder selbst ernähren"

In ihrer Not wandte sich Aziza an das SOS-Kinderdorf in Kairo. Das Dorf unterstützt bedürftige Familien in seiner Nachbarschaft: Mehr als 600 Kinder und Eltern, überwiegend alleinerziehende Frauen, erhalten so Hilfe. So geben wir Aziza und ihren Kindern eine Perspektive:

Soforthilfe: Die Familie erhält Lebensmittelpakete und muss nicht mehr hungern. Das Familieneinkommen wird so entscheidend entlastet, so dass die Kinder weiter zu Schule gehen können.

Langfristige Hilfe: Berufsberatung, eine Fortbildung und ein Mikrokredit als Starthilfe - so befähigen wir Eltern zur Selbsthilfe. Aziza will sich selbständig machen und ein kleines Geschäft eröffnen.

"Bald kann ich endlich mein eigenes Geld verdienen und meine Kinder auch ohne fremde Hilfe ernähren", sagt Aziza. Sie glaubt wieder an sich und die Zukunft ihrer Kinder.


Helfen Sie Kindern in Afrika!

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