Kambodscha: Kinder können wieder lächeln - Teil 2

Zehn erfolgreiche Jahre

Es liegt wohl vor allem an Ernst- und Wahrhaftigkeit der Arbeit. Das Resümee der Zeit seit 1999 ist beachtlich: An drei Standorten – der Hauptstadt Phnom Penh, in Battambang und in Siem Reap – gibt es SOS-Kinderdörfer, in denen insgesamt knapp 500 Kinder ein Zuhause haben. Bei jedem Dorf ist ein Kindergarten und eine Hermann-Gmeiner-Schule, insgesamt lernen und spielen knapp 1000 Schüler und Kindergarten-Kinder in den SOS-Einrichtungen.

 

SOS-Familienhilfe
Beistand für Familien in Not: Kinderbetreuung durch die SOS-Familienhilfe in Battambang

Beachtlich ist vor allem auch die Familienhilfe der SOS-Kinderdörfer. Die Idee dahinter ist ein präventives Arbeiten mit Familien, damit Kinder erst gar nicht in die Situation kommen, ihre biologische Familie zu verlieren. In diesen Programmen manifestiert sich die Einfachheit von wahrer Hilfe, wie schon die Gründungsidee "Kind-Mutter-Familie-Dorf" von SOS-Gründer Hermann Gmeiner bestochen hat: Die Kinder bekommen über die Familienhilfe vollwertige Nahrung, Lernhilfe, Zahnbürsten und Zuwendung. Den Familien ist es so oftmals möglich, das Kind zu behalten, weil ihnen ein Teil der Versorgungslast abgenommen wird. Und weil sie so einem Beruf nachgehen können. In anderen Fällen geht es um medizinische Grundversorgung, aber auch therapeutische Maßnahmen.

Beim Besuch der SOS-Familienhilfe in Battambang wird schnell klar, dass es hier um die absolute Grundversorgung geht: Kinder sitzen in einem alten Haus auf Planen auf dem Boden und essen aus Metalltellern die einfache Speise - Reis, Spinat und Fisch. Das Glück in ihren Gesichtern ist Zeichen dafür, wie besonders ein nahrhaftes, warmes Essen für sie ist. Ihre Familien sind um die Sorge erleichtert, das Kind täglich über die Runden zu bringen.

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