Kambodscha: Kinder können wieder lächeln - Teil 3

 


Zwei Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Siem Reap, Kambodscha

Zukunftspläne

Die Geschichte der SOS-Kinderdörfer in Kambodscha ist damit nicht zu Ende. Derzeit sind drei weitere Standorte in Planung - Kratie, Sihanoukville und Prey Veng. Ein Projekt steht kurz vor der Eröffnung: Ratanakiri. Diese Region im Nordosten Kambodschas ist besonders arm. Die Mischung aus schrecklicher Kriegsvergangenheit, einfacher ländlicher Wirtschaft und dem 97-Prozent-Anteil von Bergvolk-Minderheiten macht Ratanakiri zu einem der rückständigsten Gebiete Kambodschas. In den Gebieten mit hohem Minderheiten-Anteil herrscht die größte Armut, wie auch in den benachbarten Ländern Vietnam und Laos. Neben den dringend notwendigen Unterbringungsplätzen für elternlose, auf der Flucht aus dem Elend zurückgelassene oder unterversorgte Kinder gilt es hier, auf die einzelnen Kulturen zu achten und sie zu bewahren. "Daher haben wir für diesen Standort auch besonders Mütter, die aus den Minderheiten kommen, gesucht", sagt National Director Chea Phon. So macht man sich Freunde und schafft Vertrauen.

Auf meiner Reise durch Kambodscha erzählte mir ein älterer Mann, als ich ihn auf die Freundlichkeit seines Volkes ansprach: "Vor der Herrschaft der Roten Khmer war das noch viel besser. In jedem Khmer-Dorf gab es immer schon Unterstände für fremde Reisende und einen Krug am Brunnen, damit jeder trinken kann. Wenn jemand Hilfe brauchte oder verloren war, lud man ihn gerne ins Haus ein."

Das klingt nicht nur wie die Idee von Hermann Gmeiner: Menschen aufnehmen, die verloren sind. Ein Zuhause anbieten. Die SOS-Kinderdörfer passen zu Kambodscha. Wie eine Schule neben das Kinderdorf in Battambang.

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