Videoblog: Auf der Flucht

SOS-Mitarbeiterin berichtet entlang der Flüchtlingsroute

Tausende Menschen fliehen jeden Tag vor Krieg, Leid und Elend. Unter ihnen sind unzählige Familien und zunehmend auch Kinder, die alleine auf der Flucht sind. Sie riskieren ihr Leben, in der Hoffnung auf Schutz und eine Zukunft. SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel begleitet Flüchtlinge auf ihrer Route von der Grenze Syriens, über den Balkan bis nach Deutschland.

Ihre Mission: Sie macht sich ein Bild von den SOS-Projekten vor Ort und ist in ständigem Kontakt mit der Zentrale der SOS-Kinderdörfer - damit die Hilfe möglichst schnell dort ankommt, wo die Not momentan am größten ist. In ihrem Videoblog berichtet sie zwei Wochen lang, vom 28.9. bis 13.10.2015, von den Brennpunkten entlang der Flüchtlingsroute.

 

Ende der Reise - Das Resümee

Auf ihrer Reise von Damaskus bis nach Kroatien, beziehungsweise bis Salzburg, hat SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel viele Menschen getroffen, die aus Not, Angst und Hoffnungslosigkeit ihre Heimat verlassen haben und eine lange strapaziöse Flucht auf sich genommen haben, um endlich in Frieden und Sicherheit leben zu können. Viele Eltern erhoffen sich vor allem eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Eindrücke resümiert Katharina Ebel in diesem Video.

 

Jugendliche allein auf der Flucht

Unbegleitete Jugendliche, die ohne Eltern oder Verwandte auf der Flucht vor den Verhältnissen in ihren Heimatländern nach Europa kommen, wissen oft nicht wohin. Sie verstehen die Sprache nicht, sind daher hilflos. In Salzburg betreiben die SOS-Kinderdörfer deshalb ein sogenanntes Clearing-house. Dort werden die jungen Menschen sozialpädagogisch und medizinisch betreut. Außerdem lernen sie dort Deutsch und sie bekommen Hilfe in juristischen Fragen und im Umgang mit den Behörden. Wohnen können sie in betreuten Wohngemeinschaften in der Nähe.

 

 

 

An der kroatischen Grenze

Erreichen die Flüchtlinge die Grenzen der Balkanstaaten Mazedonien, Serbien und Kroatien sind sie ihrem Ziel nah. Doch in Sicherheit sind sie noch nicht. Denn schließen die Länder ihre Grenzen, droht Chaos denn die Balkanstaaten sind auf eine Langezeitunterbringung nicht vorbereitet.

 

 

 

Unmenschliche Zustände, unglaubliche Strapazen

"Dieses Video richtet sich an die Menschen, die aktuell glauben, die Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan oder dem Irak würden das alles nur tun, um wie die Made im Speck in Deutschland zu leben. Wir haben diese Menschen auf der Flucht begleitet und Szenen erlebt, die für uns schlicht erschütternd waren. Wir hoffen mit diesem Beitrag Meinungen ändern zu können", so SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel vor Ort an der serbisch-mazedonischen Grenze.

 

 

Flüchtlingssituation in Mazedonien


Die Flucht bedeutet für die Familien großen physischen und psychischen Stress. Sie sind der Witterung ausgesetzt, sprechen die Sprache nicht, wissen oft nicht, wie sie von einer Station zur nächsten kommen oder was sie am Ende erwartet. Das alles bewältigen sie mit ihren Kindern aber vor allem auch für ihre Kinder. Die SOS-Kinderdörfer weltweit versuchen die Eltern dabei an Wegpunkten mit dringend benötigten Materialien wie Babymilch, Windeln, Hygieneartikeln, Decken oder Regenjacken zu unterstützen.

 

 

Flüchtlingssituation in Athen


SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel über die Situation von Flüchtlingen in der griechischen Hauptstadt Athen. In einem Durchgangslager in Athen soll bald auch eine SOS-Nothilfe Kita entstehen. Dort können Kinder geschützt spielen und die Ängste und die Erlebnisse der Flucht verarbeiten. Mütter mit kleinen Kindern und unbegleitete Flüchtlingskinder erhalten dort Beratung und Hilfestellung.

 

Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos


Bereits am frühen Morgen treffen auf Lesbos die ersten Flüchtlinge ein. Sie erzählen, dass sie 1500 Euro für die Überfahrt zahlen mussten. Die Schlauchboote mussten sie alleine steuern. Hier auf Lesbos, nahe der türkischen Küste, treffen jede Nacht um die 2000 Menschen mit Gummibooten ein. Nachts sind die Lichter des anderen Ufers gerade sichtbar.

 

Interview mit syrischen Kriegskindern

Rani Rhamo, der SOS-Nationaldirektor von Syrien berichtet über seine Arbeit im SOS-Übergangsheim in Damaskus. In den SOS-Übergangsheimen finden Flüchtlingskinder wieder Halt. SOS-Helfer bieten traumatisierten Kindern psychologische Hilfe und tun alles, um den Mädchen und Jungen einen geregelten Alltag zu ermöglichen. Derzeit gibt es drei SOS-Nothilfe-Kitas, zwei in Damaskus und eine in Aleppo, sowie ein mobiles SOS-Team. Im Interview erzählen einige Kinder, was sie im Krieg erlebt haben.

Stimmen aus Damaskus

SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel besucht die Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer in Damaskus. Psychologen sprechen in Syrien von einer verlorenen Generation. Der Krieg hat sie traumatisiert und viele sind mit den seelischen Narben allein gelassen. Was Kinder im Krieg erleben, erzählen einige von ihnen im Video-Bericht aus Damaskus.

 

Zwischenbilanz Bekaa-Tal

SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel mit einer Zwischenbilanz ihrer Reise von der syrischen Grenze im Libanon auf den Spuren der flüchtenden Menschen nach Europa.

Flüchtlinge im Bekaa-Tal

Die Situation der syrischen Flüchtlinge im Libanon verschlechtert sich mit jedem Tag, den der Krieg länger dauert mehr. Vor einem Jahr hat die UN die Zuwendungen für Flüchtlinge um circa die Hälfte auf 13 Dollar pro Kopf kürzen müssen. Der nahende Winter bedeutet eine zusätzliche Bedrohung für die Familien in den provisorischen Zelten. Viele Familien sehnen ein Ende des Krieges herbei, um endlich zurück in die Heimat zu gehen.
 

Besuch des SOS-Übergangsheims in Kenshara (Libanon)

Im SOS-Übergangsheim im libanesischen Kenshara werden unbegleitete syrische Flüchtlingskinder im Alter von zwei bis 14 Jahren betreut.SOS-Mitarbeiter bieten dort medizinische Versorgung, psychosoziale Betreuung, Unterricht sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Hauptziel ist, die Eltern oder Angehörige der Kinder ausfindig zu machen und diese wieder mit ihren Familien zu vereinen.
 

Ankunft in Beirut (Libanon)


Ankunft in Beirut: Hier startet die zweiwöchige Reise entlang der Flüchtlingsroute. Nur zwei Autostunden von der syrischen Grenze entfernt, ist in der Hauptstadt des Libanon nichts von Krieg, Leid und Tod zu spüren.