Vom Straßenkind zum Fußballnationalspieler

Der Fußballsport veränderte Alis Leben

Ali lernte seine leiblichen Eltern nie kennen und die Pflegeeltern starben, als er acht Jahre alt war. Seitdem schlug er sich alleine auf den Straßen von Damaskus durch. Er drohte in Alkohol, Drogen und Kriminalität abzurutschen - bis zu dem Tag, als seine Leidenschaft für den Fußball erwachte.

"Ich habe mich immer danach gesehnt, dass ich geliebt werde!" Als Ali von der Straße in die SOS-Jugendeinrichtung in Damaskus zog, begann für ihn ein neues Leben.

Ali bettelte, um auf den Straßen von Damaskus zu überleben. Das wurde ihm zum Verhängnis. Man sperrte ihn für zwei Jahre ins Gefängnis. Dort lebte der Junge unter Schwerverbrechern, fing an zu rauchen und Alkohol zu trinken.

Auf der Straße während des Bürgerkriegs

Als 2011 der Krieg ausbrach, wurde Ali aus der Haft entlassen und lebte wieder auf der Straße. Es war alles noch schlimmer als zuvor. Wenn er jetzt draußen schlief, fielen oft Schüsse in seiner Nähe und ständig umgaben ihn die Geräusche von Raketen, Bomben und Kampfjets. Immer öfter dachte Ali in dieser Zeit daran sich umzubringen.

Fußball gab ihm neuen Lebensmut und Hoffnung

Doch dann wendete sich sein Schicksal: Ein freundlicher Ladenbesitzer nahm ihn mit zum Fußballspielen und Ali fand darin Halt und Freude. Auf dem Fußballplatz wurde er schließlich von einer SOS-Mitarbeiterin angesprochen, da war er 13 Jahre alt. Sie bot ihm an in die SOS-Jugendeinrichtung in Damaskus zu ziehen. "Ich dachte, ich träume!", sagt Ali. Er musste nicht mehr betteln, niemand schaute auf ihn herunter, niemand verurteilte ihn für seine Herkunft.

Ali hörte auf zu rauchen und zu trinken, ging in die Schule und natürlich spielte er weiter Fußball, jetzt mit noch mehr Engagement. Sein großes Talent wurde offensichtlich. Ali sagt: "Ich habe mich immer danach gesehnt, dass ich geliebt werde! Irgendetwas hat mir immer gesagt, dass ich kein schlechter Mensch bin, nur hat sich bisher niemand für meine guten Seiten interessiert."

Ähnlich wie Ali geht es Hunderttausenden von Kindern in Syrien! Keines von ihnen hat sich freiwillig ein Leben auf der Straße ausgesucht. Keines von ihnen ist wütend oder gewalttätig auf die Welt gekommen. Was sie brauchen, ist das Gefühl dazu zu gehören und dass jeder von ihnen ein besonderer Mensch ist. So wie Ali, der vor Kurzem eine große Nachricht bekommen hat: Er wird ins Team der syrischen Nationalmannschaft aufgenommen!

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