Vollmacht auf den Todesfall


Foto: SOS-Archiv

Zwischen dem Todestag und der Eröffnung des Testamentes vergehen in der Regel bis zu sechs Wochen, wobei der eingesetzte Erbe in dieser Zeit grundsätzlich keinerlei Handlungsbefugnis hat.

Damit ist es für den Erben zunächst auch nicht möglich, dringende Maßnahmen durchzuführen, wie z. B. ein Haustier zu versorgen und unterzubringen, die Heizung an- oder abzustellen, verdorbene Lebensmittel zu entsorgen, etc.

Es empfiehlt sich daher in diesem Fall, dem Erben eine sogenannte Vollmacht auf den Todesfall auszustellen, die ihn berechtigt, erste unaufschiebbare Angelegenheiten zu erledigen.

Sofern Sie die SOS-Kinderdörfer weltweit in Ihrem Testament als Erbe oder Miterbe bedenken, empfehlen wir folgende einfache Formulierung:

Beispiel

Im Falle meines Todes bevollmächtige ich den SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e. V., meine Bestattung zu regeln, meine Wohnung zu kündigen und den Nachlass zu sichern.

München, am 01.09.2014

Hans Maier

Von dieser Vollmacht kann erst nach dem Todesfall Gebrauch gemacht werden, berechtigt aber beispielsweise nicht zur Auflösung von Konten.