Laufend engagiert

Sportliche Spendenaktion für SOS-Kinderdorf in Südafrika

Michael Rübenkönig unterstützt mit seinen Laufaktionen das SOS-Kinderdorf Ennerdale in Südafrika.

Mit viel Puste und großem Herz: Spendenläufer Michael Rübenkönig und seine Frau Eleonore.

Von seinem großen Ziel ist Michael Rübenkönig nicht mehr weit entfernt. Rund 900 Kilometer fehlen ihm noch, dann hat er einmal laufend die Welt umrundet. Wenn er die Strecken aller seiner bisherigen Trainings- und Wettkampfläufe zusammenzählt, kommt er auf nicht weniger als 39.175 Kilometer. Leider hindern ihn gerade die Folgen einer Meniskusoperation daran, sein Vorhaben zu vollenden. Doch er ist zuversichtlich: "Wenn ich langsam anfange, dann geht das schon."

Michael Rübenkönig läuft nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz. Seit knapp vier Jahren unterstützt er mit seiner Aktion "Laufend engagiert" das SOS-Kinderdorf im südafrikanischen Ennerdale. Auf der SOS-Website meine-spendenaktion.de bittet er alle um Unterstützung, seine gelaufenen Kilometer zu versilbern.


"Wir wollen dem Land, in dem wir eine so gute Zeit erlebt haben, etwas zurückzugeben": Eleonore und Michael Rübenkönig vor der Nelson-Mandela-Statue im südafrikanischen Pretoria.

Dass die Spendensumme der SOS-Arbeit in Südafrika zugute kommt, ist kein Zufall. Eleonore und Michael Rübenkönig haben in den 1990er Jahren in Johannesburg gelebt. Der heute 54-Jährige arbeitete dort damals im Auftrag einer Chemiefirma. Gemeinsam mit ihrem Sohn Oliver erlebte die Familie in dem Land eine ebenso schöne wie bewegende Zeit. "Wir haben damals sozusagen ein Stück Geschichte mitgeschrieben", erzählt Michael Rübenkönig. Im April 1994 konnte das Ehepaar bei den ersten demokratischen Wahlen Südafrikas mitentscheiden.

Spenden statt Geschenke zum 50. Geburtstag

Der Beginn der SOS-Engagements der Familie war übrigens nicht Michael Rübenkönigs Laufaktion, sondern sein fünfzigster Geburtstag. Statt Geschenken wünschte er sich Spenden für das Kinderdorf in Ennerdale. "Wir wollen damit dem Land, in dem wir eine so gute Zeit erlebt haben, etwas zurückzugeben", sagt er. Erst kürzlich machte das Ehepaar wieder einmal Urlaub in Südafrika. Dabei statteten sie auch dem Kinderdorf Ennerdale einen Besuch ab und überzeugten sich von der Wirkung der SOS-Arbeit vor Ort. "Die Kinder bekommen hier eine sehr gute Ausgangsbasis für ihr späteres Leben", fasst Michael Rübenkönig seine Eindrücke zusammen.

Für kommenden März hat der 54-Jährige schon seinen nächsten Laufwettkampf geplant. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Michael Rübenkönigs Meniskus wieder gut verheilt und er schnell sein Ziel erreicht: Einmal laufend um die Welt. Wir drücken die Daumen!