Die Krater des Mondes

In seiner privaten Sternwarte bittet Heinrich Biermann um Spenden

Spender des Monats: Heinrich Biermann und seine Sternwarte
Hobby-Astronom mit Herz: Heinrich Biermann
Einmal den Mond sehen, so richtig nah - aus diesem Grund kommen viele Kinder zu Heinrich Biermann, oft gemeinsam mit Oma oder Opa. Heinrich Biermann freut sich über die jungen Besucher besonders und bereitwillig öffnet er für sie die Türen seines Hauses in Kassel, das zugleich seine private Sternwarte ist. Deutlich sichtbar ist im Dach eine Kuppel eingebaut, darunter finden sich all die Fernrohre und Instrumente, die es braucht, um sich den Weltraum ein wenig näher zu holen.

"Bis vor drei Jahren wohnten wir noch in einer Mietwohnung, da war es etwas umständlicher mit der Astronomie", sagt der Hausherr. Damals habe er all seine Geräte hin und her getragen, alles immer wieder neu einstellen müssen.

Den Anstoß für sein aufwändiges Hobby habe vor vielen Jahrzehnten die Berufschulzeit gegeben, erzählt der Rentner, der früher als Industriekaufmann gearbeitet hat. Damals hat er seine Begeisterung für die Mathematik, vor allem die Geometrie, entwickelt. "Viele Menschen denken, Geometrie sei trocken und langweilig, dabei kann sie unglaublich spannend sein!" Und wenn Heinrich Biermann davon spricht, wie er die Position von Planeten berechnet und die Sterne studiert, klingt das tatsächlich nach einem Abenteuer.

Blumen, Rotwein oder Pralinen, das waren so die Mitbringsel, die Heinrich Biermann früher von seinen Besuchern bekommen hatte. Bis er 2006 auf Vorschlag seiner Frau einen kleinen Globus der SOS-Kinderdörfer aufstellte, in dem er ab sofort Spenden sammelte. "Es war noch niemand da, der die Organisation nicht kannte und schätzte", sagt der Hausherr. Für die SOS-Kinderdörfer geben die Besucher gerne, und wenn sie dann nach Hause gehen und im Kopf die Krater des Mondes mitnehmen, dann sind alle zufrieden.

Wenn Sie jemanden als Spender des Monats vorschlagen möchten, schreiben Sie bitte an: simone.kosog@sos-kd.org