Ich möchte was tun!

Theo Scharbaum baut und verkauft Vögelhäuschen zugunsten der SOS-Kinderdörfer.

Jedes Vogelhaus ist ein Unikat. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Häuschen unterstützt Theo Scharbaum seit Jahren die SOS-Kinderdörfer.
Foto: Dreingau Zeitung 
Es ist gar nicht so leicht Theo Scharbaum für ein kurzes Gespräch ans Telefon zu bekommen. Der Rentner ist viel beschäftigt. Aber das ist dem 74-Jährigen auch ganz recht so. "Ich möchte was tun! Denn wenn man immer nur vorm Fernseher sitzt, wird man auch nicht schlauer", scherzt er. 
 
Seit Theo Scharbaum vor gut sieben Jahren in Rente ging, baut er unermüdlich Vogelhäuschen und Nistkästen. Seine Werke sind echte Qualitätsprodukte. Er hat sein Leben lang als Tischler gearbeitet und dadurch die nötige Routine. Das Holz holt es er sich von verschiedenen Schreinereien, bei denen die Reste sonst im Abfall landen würden. Außerdem besorgt er sich Einwegpaletten aus Baumärkten, die er anschließend weiterverarbeitet. Weil er keine Materialkosten hat, schafft er es, seine Vögelhäuschen zu einem sehr günstigen Preis zu verkaufen. Denn Theo Scharbaum baut die Häuschen nicht nur, er bietet sie auch auf verschiedenen Märkten in seiner Heimatstadt Drensteinfurt und in der Umgebung zum Kauf an. Zwischen 13 und 15 Euro nimmt er für eines seiner Objekte. 

Einsatz für Kinder - aus eigener Erfahrung

An seinem Marktstand informiert er die Kunden auch genau darüber, was er mit dem eingenommenen Geld tut. Seit Jahren verkauft er seine Werke zugunsten der SOS-Kinderdörfer. Ein dicker Ordner, der am Stand ausliegt, dokumentiert das. "Dann wissen die Leute auch, dass das Geld ankommt", sagt er. Das ist auch für Theo Scharbaum selbst einer der Gründe, warum er sich entschieden hat, seine Verkaufserlöse an SOS zu spenden. Er weiß, dass seine Spende ankommt und Kindern direkt hilft. "Meine Frau und ich haben fünf Kinder groß gezogen. Wir wissen, was für eine wichtige Aufgabe das ist", erzählt der 74-Jährige.
 
Bei der vielen Zeit, die Theo Scharbaum in seiner Werkstatt und auf Märkten verbringt, könnte man leicht meinen, dass ihm das zwischendrin auch mal zu viel wird. Doch genau darauf achtet er: "Das Ganze soll ja auch Spaß machen und kein Stress sein. Und die Familie soll natürlich auch nicht zu kurz kommen."