SOS - Bedeutung & Ursprung

SOS! Das Notsignal auf hoher See ist zum Synonym für den Ruf nach Hilfe geworden. Doch bei der Namensgebung für die SOS-Kinderdörfer stand der internationale Seenotruf nicht Pate. Vielmehr erinnert die Abkürzung SOS an das soziale Engagement eines Kreises junger Frauen und Männer rund um den Medizinstudenten Hermann Gmeiner.

Aktiv für Kinder in Not: SOS-Gründer Hermann Gmeiner
Aktiv für Kinder in Not: SOS-Gründer Hermann Gmeiner

Wofür steht SOS?

Am 25. April 1949 kam in Innsbruck ein Freundeskreis zusammen, der sich rund um den Medizinstudenten Hermann Gmeiner gebildet hatte. Um sich angesichts der Not der Nachkriegsjahre und des Elends der vielen Kriegswaisen zu engagieren, beschlossen die Freunde den Verein "Societas Socialis", abgekürzt: SOS, zu gründen.

Hermann Gmeiners SOS-Idee

Lateinisch "Societas Socialis" bedeutet frei übersetzt "soziale Gemeinschaft". Gmeiner, der neben dem Studium bereits Erfahrung in der Jugendarbeit gesammelt hatte, wurde zum Präses gewählt. Aus den ursprünglich breit angelegten Zielen der "Societas Socialis" entwickelte Gmeiner die konkrete Idee für das erste SOS-Kinderdorf.

Das SOS-Kinderdorf: Ein Zuhause für Kinder in Not

Hermann Gmeiners Vision eines liebevollen Zuhauses für Kinder in Not nahm in dem Tiroler Ort Imst Gestalt an. Am 2. Dezember 1949 fand dort die Firstfeier für das erste SOS-Familienhaus (Haus "Frieden") statt. Noch am selben Tag wurde der Spatenstich für den Bau von vier weiteren Häusern gefeiert. Am 28. Mai 1950 stimmten dann die Mitglieder der "Societas Socialis" auf der Generalversammlung dafür, künftig als "SOS-Kinderdorf" zu firmieren.

Von den Anfängen in Imst zur weltweiten Kinderhilfsorganisation

Als die Gebäude dann 1951 fertiggestellt waren, fanden die ersten 40 Kriegswaisen im SOS-Kinderdorf Imst eine neue Familie: umsorgt von ihrer Kinderdorf-Mutter, zusammen mit ihren Geschwistern, in einem eigenen Haus, innerhalb der Dorf-Gemeinschaft. In den folgenden Jahrzehnten fasste Hermann Gmeiners familienpädagogisches Kinderdorf-Konzept in aller Welt Fuß. Dank der breiten Unterstützung durch unsere Freunde und Paten ist SOS heute in 133 Ländern für Kinder in Not aktiv.

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