Die Lage in der Zentralafrikanischen Republik eskaliert

Tausend Flüchtlinge in der Schule der SOS-Kinderdörfer

13.12.2013, Bangui - Bei Kämpfen zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Milizen sind in der Zentralafrikanischen Republik in den letzten Tagen fast 400 Menschen getötet worden. Von den Unruhen sind auch die zwei SOS-Kinderdörfer des Landes in Bangui und Bouar betroffen. In der Nähe des SOS-Kinderdorfes Bangui brechen immer wieder gewaltsame Konflikte aus und Schüsse sind zu hören.
Seit im März dieses Jahres der Präsident Francois Bozizé gestürzt wurde, herrscht im Land Chaos und Gewalt. Im April war das SOS-Kinderdorf in Bangui geplündert worden. Dank den multinationalen Einsatzkräften (FOMAC), die das Dorf seither beschützen, sind die Kinder keinen Übergriffen mehr ausgesetzt gewesen.

Jetzt hat sich die Versorgungslage im SOS-Kinderdorf dramatisch verschärft. 1200 Kinder und Erwachsene haben Zuflucht vor den Kämpfen in der SOS-Schule in Bangui gesucht. Auch sie benötigen dringend Nahrung, Wasser und Medikamente.

Marcel Koyadouma, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Zentralafrika, ist besorgt: „Wir sind praktisch überflutet worden. Unsere Lebensmittelvorräte sind erschöpft. Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, denn die Banken haben geschlossen und wir haben kein Geld mehr in der Kasse. Wir sind mit Supermärkten in Verhandlung, damit sie uns Lebensmittel zur Verfügung stellen, die wir bezahlen, sobald die Banken wieder geöffnet sind, aber es ist sehr, sehr schwer.“ Die SOS-Kinderdörfer planen ein Nothilfeprogramm für die Flüchtlinge in Zentralafrika.

München, 13.12.13

Weitere Informationen:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de