Hoffnung auf mehr Frieden in Somalia

Rückkehr ins SOS-Kinderdorf Mogadischu

Nach Beruhigung der Lage können Familien endlich wieder nach Hause.

München/Mogadischu - Große Freude im SOS-Kinderdorf Mogadischu in Somalia: Nach über einem Jahr konnten die SOS-Mütter und ihre Kinder endlich wieder in ihre Häuser einziehen. Im Dezember 2007 waren sie auf verschiedene, sichere Stadtviertel verteilt worden, nachdem das SOS-Kinderdorf direkt beschossen worden war. Eine Kinderdorf-Mutter war damals schwer verletzt worden, eine Mitarbeiterin kam ums Leben.

In den vergangenen Wochen hatte sich die Lage in Mogadischu deutlich entspannt. Nachdem die äthiopischen Truppen abgezogen waren und eine neue Regierung eingesetzt worden war, hörten die Kämpfe auf. Ein SOS-Team, das die Sicherheitslage vor Ort überprüfte, gab schließlich grünes Licht, und am Samstag, 7.30 Uhr, zog die erste Familie wieder in ihr Haus ein. Bis 10.30 Uhr waren alle wieder da.

Was für ein Wiedersehen! Dorfleiter Osman Shukri berichtet: „Die Kinder rannten von Haus zu Haus, um ihre Freunde zu treffen, die sie so lange nicht gesehen hatten. Mit großer Begeisterung brachten Mütter und Kinder ihre Häuser in Ordnung, räumten ihre Sachen ein und pünktlich um 12.30 Uhr stand das Mittagessen auf dem Tisch.“

Bevor die Familien einziehen konnten, waren die Häuser repariert worden. Nur zwei der Familienhäuser, die stark beschädigt worden waren, sind noch nicht wieder fertig, so dass die Familien vorübergehend bei ihren Nachbarn wohnen.

Auch im SOS-Krankenhaus geht man davon aus, dass sich der Betrieb wieder normalisieren wird. Zwar hatte die Klinik während der ganzen Zeit bis auf kurze Unterbrechungen geöffnet, aber aufgrund von Straßenblockaden war sie für viele Menschen extrem schwer erreichbar gewesen.

Osman Shukri und alle Kinderdorf-Familien hoffen nun vor allem auf eines: dass die Waffenruhe hält. „Wir beten für Frieden für die Stadt und ganz Somalia!“

München, 24.2.2009