Griechenland: SOS-Kinderdörfer mahnen humanitäre Hilfe an

19.08.15, München / Berlin – Nach der Zustimmung des Bundestags zum Hilfspaket für Griechenland haben die SOS-Kinderdörfer weltweit gemahnt, der staatlichen Hilfe auch humanitäre Hilfe folgen zu lassen. 40 Prozent aller griechischen Kinder lebten in Armut – mit zunehmender Tendenz.

"Erneut werden mit den Milliarden weitgehend Griechenlands Gläubiger und die Banken bedient. Bei der Bevölkerung kommt von dem vielen Geld nichts an“, erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der Hilfsorganisation. Humanitäre Hilfe sei jedoch dringend notwendig: "In Griechenland gibt es kein soziales Netz“, erklärte Yassin. Alle Arbeitslosen fielen spätestens nach einem Jahr ohne Arbeit ins Nichts. Vor allem Alleinerziehende seien verzweifelt. "Sie wissen häufig nicht mehr, wie sie ihre Kinder versorgen sollen.“

Besonders aussichtslos sei die Situation für Jugendliche und junge Erwachsene, so die SOS-Kinderdörfer weltweit, die tausende verarmte Familien in Griechenland unterstützen. "Die offizielle Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 50 Prozent. Unseren Berechnungen zufolge sind jedoch fast 70 Prozent aller Jugendlichen ohne Arbeit und Perspektive." Langfristig werde das zu einem Exodus der Jugend aus Griechenland führen, warnte die Organisation.

www.sos-kinderdoerfer.de/unsere-arbeit/hilfsprojekte/griechenland-hilfe

Weitere Informationen:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de