Humanitärer Weltgipfel: SOS-Kinderdörfer fordern Priorität von Kinderschutz

Istanbul – Beim Humanitären Weltgipfel in Istanbul haben die SOS-Kinderdörfer die UN sowie die Staats- und Regierungschefs aufgefordert, den Schutz der Kinder in humanitären Krisen zu priorisieren.

"Kinder tragen oft die Hauptlast in Krisensituationen wie Krieg oder Katastrophen. Sie erleiden Trennung, Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch sowie Traumata", sagte der Nothilfe-Direktor der SOS-Kinderdörfer, Andreas Papp. Rund 460 Millionen Kinder lebten in einer Krisensituation. 75 Millionen davon hätten kaum oder keine Möglichkeit, in die Schule zu gehen.

"Unsere Erfahrung zeigt, dass die Traumata von Kindern in Krisensituationen dramatisch zunehmen, wenn sie keinen Zugang zu Bildung, Spielen und der Fürsorge durch Erwachsene haben.“ Dies mache letztendlich die Rückkehr in ein normales Leben für die Kinder sehr schwer. Daher müsse die Betreuung vor allem von unbegleiteten Kindern in Krisensituationen absolute Priorität haben.

München, 23.5.16

Weitere Informationen:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
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