19. März 2014 | PRESSEMITTEILUNG

Kindliche Lebensräume stärken

SOS-Kinderdörfer weltweit verleihen erstmals Dokumentarfilmpreis

München, 19.03.14 – Beim DOK.fest 2014 in München wird erstmals der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit verliehen. Ziel des Preises ist es, den Blick von Filmemachern und der Öffentlichkeit stärker auf das kulturelle Umfeld zu lenken, in dem Kinder aufwachsen. Der SOS-Dokumentarfilmpreis ist mit 3000 Euro dotiert. Er wird gestiftet von B.O.A. Videofilmkunst GmbH, München und unterstützt vom Dokumentationssender Planet.

„Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer bedeutet mehr, als Kindern ein Zuhause zu geben. Es geht auch um die Stärkung des Umfeldes, in dem die Kinder aufwachsen, um den Erhalt kindlicher Lebens- und Kulturräume“, sagte Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit in München. „Das Dokumentieren dieser kindlichen Lebenswelten möchten wir mit dem Preis voran- und damit auch diese Kulturräume den Menschen näher bringen.“

Die Jury des SOS-Dokumentarfilmpreises ist hochkarätig besetzt. In dem Gremium sitzen Dr. Heribert Prantl, Leiter Ressort Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, Dr. Katja Wildermuth, MDR-Programmleitung, Margret Köhler, Film- und TV-Journalistin, Daniel Sponsel, Künstlerischer Leiter des DOK.fest, Dr. Wilfried Vyslozil, SOS-Vorstand, und zwei weitere SOS-Mitarbeiter.

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen seit 65 Jahren Kinder ohne Eltern und Kinder aus armen Familien. Dabei nimmt die Bewahrung der Kultur der Kinder und des jeweiligen Kulturraumes eine wichtige Rolle ein. „Ohne eigenes kulturelles Umfeld fehlt Kindern ein Stück Identität“, sagt Vyslozil. „Daher muss darauf geachtet werden, dass die Lebensräume der Kinder intakt sind und erhalten werden. Das DOK.fest ist ein wunderbarer Rahmen, derartige Lebensräume weltweit zu dokumentieren und den Menschen in Deutschland die Notwendigkeit der Stärkung und des Erhalts dieser Lebensräume zu verdeutlichen. Deshalb haben wir den Schritt gewagt, einen Preis für herausragende Dokumentationen auszuloben.“

Das DOK.fest in München ist eines der großen Festivals in Europa für den internationalen, künstlerisch anspruchsvollen und gesellschaftlich-relevanten Dokumentarfilm. Das Publikumsfestival findet vom 7. bis 14. Mai statt. Jedes Jahr zeigt das Festival an über 11 Standorten in München an die 130 Filme aus 38 Ländern.

Der SOS-Dokumentarfilmpreis wird im Rahmen des DOK.fests vergeben und bei der allgemeinen Preisverleihung am 13. Mai verliehen. Am 14. Mai wird der Preisträger-Film im Münchner Völkerkundemuseum im Rahmen eines Screenings noch einmal der Öffentlichkeit präsentiert.

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 545 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,4 Millionen Kinder und deren Angehörige.

Terminplan:

7. bis 14. Mai  DOK.fest
13. Mai  Offizielle Preisverleihung
14. Mai  Screening des SOS-Preisträgerfilms im Völkerkundemuseum München

Weitere Fragen an:

Christine Kehrer
Head of TV/Video
SOS-Kinderdörfer weltweit
Ridlerstraße 55, 80339 München
Tel.: +089/179 14-262
christine.kehrer@sos-kd.org

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Ridlerstraße 55, 80339 München
Tel.: 089/179 14-259
louay.yassin@sos-kd.org

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