Krise in Burundi: Zehntausende fliehen

SOS-Kinderdörfer bereiten sich auf erhebliche Unruhen vor

13.05.2015, Bujumbura - Wegen der sich zuspitzenden Lage in Burundi findet heute in Tansania ein Krisengipfel der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) statt. Laut UN sind seit Mitte April rund 50.000 Menschen aufgrund der Unruhen um die Präsidentschaftswahl aus Burundi in Nachbarländer geflohen.

"Kurz vor den Wahlen ist die Situation in der Hauptstadt Bujumbura unsicher und unberechenbar" so Pascal Bizimana, der Leiter der fünf SOS-Kinderdörfer des Landes. Die Demonstrationen seien heftiger geworden, Autos stünden in Flammen und die Polizei habe bei Auseinandersetzung mit den Demonstranten 20 Menschen erschossen. Immer mehr Stadtteile seien betroffen, so die Meldungen von vor Ort.

Der SOS-Kinderdorf-Chef rechnet bis zu den Wahlen am 26. Juni mit noch gewalttätigeren Unruhen. "Wir haben uns vorbereitet. Die Essensvorräte aufgestockt. Noch gehen wir nicht davon aus, dass das Dorf selbst angegriffen werden wird. Einige unserer SOS-Mitarbeiter haben jedoch jetzt schon große Probleme aufgrund der gewalttätigen Proteste zur Arbeit zu kommen", so der Leiter Bizimana.

Sie seien sehr beunruhigt. Je näher die Wahlen rückten, desto mehr spitze sich die Lage zu, berichtet Bizimana. „Mehrere SOS-Mitarbeiter haben ihre Familien bereits in sicherere Gegenden Burundis oder nach Ruanda geschickt", sagt der nationale Direktor von SOS-Burundi.

München, 13.5.15

Weitere Informationen:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
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