Nelson Mandela: SOS-Kinder in Südafrika trauern um ihr großes Vorbild

06.12.2013, Kapstadt - Die SOS-Kinder in Südafrika trauern um ihren "Schutzpatron" Nelson Mandela. "Mr. Madiba" war zeitlebens einer der wichtigsten Förderer der SOS-Kinderdörfer in Südafrika. Viele SOS-Kinder haben zum Tode des Nobelpreisträgers Kondolenzbriefe geschrieben: "Sie sind unser Held, vielen Dank für alles", heißt es darin. Die kleine Joy (8) aus dem SOS-Kinderdorf in Kapstadt schrieb: "Er hat so vieles für uns getan. Sachen wie Freiheit, Häuser und Hilfe. Er war ein Großvater für mich und ich liebe ihn sehr." Und Melissa aus dem Kinderdorf in Umtata notierte: "Vielen Dank, dass ich Teil deines Lebens sein durfte, obwohl wir uns nie getroffen haben."

Mandela hatte das Kinderdorf in Kapstadt 1996 eingeweiht und mehrfach SOS-Einrichtungen besucht. "Die SOS-Kinderdörfer geben den Kindern ein Fundament und einen Ort, den sie ihr Zuhause nennen können", hatte er in 2001 bei einem Besuch des Kinderdorfs in Umtata, seinem Heimatort, gesagt.
Die Welt und die SOS-Kinderdörfer verlieren ein großes Vorbild, sagte der Präsident der SOS-Kinderdörfer, Siddhartha Kaul. "Er hat uns den Wert der Vergebung gelehrt."

SOS-Ehrenpräsident Helmut Kutin, der mit Mandela mehrfach zusammengetroffen war, sagte: "Sein Leben, seine Beharrlichkeit, sein Leiden im Gefängnis über so viele Jahre hinweg sind viel lauter als alle schönen Worte. Er hat nie Hass gezeigt oder Vergeltung gefordert für die die lange Leidenszeit. Stattdessen förderte er Menschlichkeit, Frieden und Akzeptanz."

München, 06.12.13

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