Somalia: Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer entführt

18.06.09 - Eine Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer in Somalia ist entführt worden: Bewaffnete kidnappten die Leiterin des SOS-Kindergartens, Kaltun Mustaf Haji, in Mogadischu, als sie auf dem Nachhauseweg vom SOS-Kinderdorf war. Bisher haben sich die Entführer nicht gemeldet. Die SOS-Kinderdörfer haben derzeit keine Informationen zum Verbleib ihrer Mitarbeiterin.

Die Tat ereignete sich am Dienstag, 16.6., gegen 16 Uhr Ortszeit, in Mogadischu. Kaltun Mustaf Haji befand sich zusammen mit einem weiteren SOS-Mitarbeiter und zwei anderen Personen in einem privaten Fahrzeug, das von zwei mit Pistolen bewaffneten Männern gestoppt wurde. Die Männer zwangen Kaltun Mustaf Haji auszusteigen und entführten sie in einem Pkw. Kaltun Mustaf Hajis Mitfahrer blieben unbehelligt.

Die SOS-Kinderdörfer in Somalia stehen Kaltun Mustaf Hajis Familie bei und sind in Kontakt mit Clan-Ältesten und Anführern in Mogadischu, um mit deren Hilfe die Freilassung der langjährigen SOS-Mitarbeiterin zu erwirken. Nach wie vor ist über den Hintergrund der Tat nichts bekannt.

Das SOS-Kinderdorf in Mogadischu besteht seit 1987. Aufgrund schwerer Kämpfe in Somalias Hauptstadt musste das Kinderdorf im Dezember 2007 evakuiert werden. SOS-Familien wurden damals auf sicherere Stadtviertel verteilt. Nachdem sich die Sicherheitslage verbessert hatte, konnten die SOS-Kinder und –Mütter im Februar 2009 ins Kinderdorf zurückkehren.
Neben dem SOS-Kinderdorf mit Kindergarten und Jugendeinrichtung gibt es in Somalia eine SOS-Mutter-Kind-Klinik, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, ein SOS-Berufsbildungszentrum sowie ein SOS-Nothilfeprogramm.

München, 18.6.2009

Interviews ab heute 5.30 Uhr möglich:

SOS-Kinderdörfer weltweit
Katja Teske
Kommunikation
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