SOS-Appell an Kriegsparteien in Syrien: "Kinder müssen in Sicherheit gebracht werden"

24.01.2016, München – Zu Beginn der "Syrien-Friedensgespräche" in Genf am Montag, appelliert die für den Nahen Osten zuständige Direktorin der Organisation SOS-Kinderdörfer, Alia Al-Dalli: "Wir rufen alle Kriegsparteien dazu auf, hilfsbedürftige Kinder aus belagerten Städten wie Madaya, Kafraya und Foah evakuieren zu lassen. Hilfsorganisationen und UN müssen uneingeschränkten Zugang haben, um die hungernde Bevölkerung medizinisch und mit Nahrungsmittel versorgen zu können."

Laut aktuellen UN-Schätzungen sind 400.000 Menschen in Madaya, Foah und Kafraya sowie weiteren zwölf belagerten Städten dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Insgesamt gehen die UN von 7,6 Millionen syrischen Kindern aus, die humanitäre Unterstützung benötigen.

Zusammen mit dem syrischen Roten Halbmond verhandelt das Nothilfeteam der SOS-Kinderdörfer in Syrien aktuell mit den Kriegsparteien, um Kinder aus drei belagerten Städten evakuieren zu dürfen. Die Kinder sollen in die SOS-Übergangsunterkünfte in Damaskus gebracht werden, wo sie medizinische und psychologische Hilfe erhalten.

München, 24.01.2016

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
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