SOS-Kinderdörfer helfen Erdbebenopfern in Indonesien

04.09.09 - Die SOS-Kinderdörfer starten ein Nothilfeprogramm für die Opfer des Erdbebens, das am 2. September die indonesische Insel Java erschüttert hat. In Pangalengan, etwa 30 km vor Bandung, stellten die SOS-Kinderdörfer sofort Hilfsgüter zur Verfügung. Etwa die Hälfte aller Häuser in dem Ort ist zerstört.

Gregor Nitihardjo, der Leiter von SOS-Kinderdorf Indonesien, berichtet, dass bis Donnerstag früh etwa 1.400 Erwachsene und 360 Kinder Zuflucht in Flüchtlingslagern gefunden haben. Die geschockten Überlebenden drängen sich unter großen Zeltplanen zusammen. SOS-Kinderdorf Indonesien konnte sofort Nahrungsmittel, Babymilch, Tee, Medizin, Decken und Trinkwasser zur Verfügung stellen. Inzwischen haben SOS-Mitarbeiter aus Yogyakarta auch Hilfsgüter, wie Zelte, Isoliermatten und Kleidung, organisiert.

Um die Bedingungen zu verbessern haben die SOS-Kinderdörfer in Abstimmung mit der indonesischen Verwaltung begonnen, ein Basislager und ein Kinderzentrum im Dorf aufzubauen. Eine mobile Küche sorgt dafür, dass insbesondere die Ernährung der Kinder weiterhin sichergestellt ist. „Wer werden unsere Hilfe auf andere Orte ausweiten“, so SOS-Leiter Nitihardjo, „und auch versuchen Aufbauhilfe zu leisten, sobald sich die Lage etwas beruhigt hat. Dabei haben wir vor allem Familien mit Kindern im Blick.“

In Indonesien gibt es insgesamt acht SOS-Kinderdörfer und verschiedene SOS-Zusatzeinrichtungen, wie Kindergärten, Jugendwohngemeinschaften, eine Schule, Berufsbildungs- und Sozialzentren. Alle Einrichtungen sind vom Erdbeben unversehrt geblieben.

München, 4. September 2009

Bei Rückfragen:

SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Kommunikation
Tel.: 089/179 14-261 bis -264, Fax: 089/179 14-100
E-Mail: kommunikation@sos-kinderdoerfer.de
Homepage: www.sos-kinderdoerfer.de