SOS-Kinderdörfer: Folter an Kindern nimmt zu

Zum Tag der Unterstützung der Folteropfer am 26.6.15

25.06.2015, München – Zum Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer (26.6.) haben die SOS-Kinderdörfer weltweit darauf hingewiesen, dass nach Erkenntnissen der Organisation immer mehr Kinder Opfer von Folter werden. „Kinder werden aktuell vor allem in Syrien, im Irak und im Südsudan brutalster körperlicher und geistiger Folter ausgesetzt, sie werden als Sexsklaven, Kindersoldaten, Selbstmordattentäter und Schutzschilde missbraucht“, erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der Organisation in München. „Immer häufiger erhalten wir aus diesen Ländern Berichte von Kindern, denen Unsägliches angetan wurde.“

Diese Länder sind nach Einschätzung der SOS-Kinderdörfer allerdings nur die Spitze des Eisberges. „Kinder werden in schätzungsweise mehr als 70 Ländern gezielt misshandelt oder missbraucht. Vor allem in Bürgerkriegsländern wird Folter und Mord oft als Mittel gegen die gegnerische Partei systematisch eingesetzt“, sagte Yassin. Zudem würden Kinder wegen Terrorverdachts unter widrigen Bedingungen in Gefängnissen festgehalten.

Die Kinder seien zumeist lebenslang traumatisiert, litten unter ihren körperlichen und seelischen Narben, hätten Albträume oder schwere Depressionen, berichtete die Hilfsorganisation, die Kinder und arme Familien in 134 Ländern unterstützt. „Auch viele Flüchtlingskinder, die nach Deutschland kommen, haben diese tiefen Narben“, sagte Yassin. Deshalb müssten Flüchtlingskinder, vor allem unbegleitete, besonders betreut und psychologisch unterstützt werden.

München, 25.6.15

Weitere Informationen:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de