Syrien: Wintereinbruch verschlimmert Lage der Flüchtlinge drastisch

Vor allem Kinder bedroht

15.12.2013, Damaskus/München – Die Schneefälle in Syrien haben die Lage der Kriegsflüchtlinge erneut deutlich verschlimmert. „Viele Flüchtlinge haben nur das, was sie am Leib tragen“, erklärte der Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin, in München. „Viele Flüchtlinge vegetieren in Zelten aus Lumpen oder in den Ruinen zerstörter Häusern. Sehr viele Kinder sind unterernährt, nun kommen auch noch die Kälte und der Schnee hinzu. Es ist zu befürchten, dass viele Kinder die nächsten Wochen nicht überleben werden, wenn nicht schnell gehandelt wird.“ In einem Appell forderten die SOS-Kinderdörfer weltweit alle Seiten in Syrien auf, die Hilfsorganisationen zu den Flüchtlingen gelangen zu lassen.
Die SOS-Kinderdörfer leisten Flüchtlingen in Syrien Nothilfe. Die Organisation hat bereits Anfang Dezember damit begonnen, warme Kleidung und Decken an Flüchtlinge auszugeben. Insgesamt sollen rund 20.000 Familien in Syrien mit wärmender Kleidung ausgestattet werden. Die SOS-Kinderdörfer betreuen derzeit rund 100.000 Flüchtlinge und unterstützen sie mit Nahrung, Kleidung und Babymilch sowie Windeln.  Derzeit sind rund 6,5 Millionen Syrer auf der Flucht vor den Kämpfen, 4,5 Millionen Menschen in Syrien, rund zwei Millionen in den Nachbarstaaten.

München, 15.12.13

Bei Rückfragen:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
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Tel.: +49/89/179 14-259
louay.yassin@sos-kd.org
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