SOS-Kind bei blutigen Kämpfen in Zentralafrika getötet

Bangui/München – Trotz UN-Friedensmission ist es in der Zentralafrikanischen Republik erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde in der Hauptstadt Bangui ein SOS-Kind getötet.
Der elfjährige Junge, der normalerweise im SOS-Kinderdorf in Bangui lebt, habe seine leiblichen Eltern besucht, als er von einem Querschläger tödlich verletzt wurde, teilten die SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München am Montag mit. „Wir sind entsetzt über den Ausbruch der Gewalt, der vor Kindern nicht Halt macht“, erklärte Pressesprecher Louay Yassin. Das ganze Dorf in Bangui stehe unter Schock. SOS-Zentralafrika rief erneut die rivalisierenden Gruppen auf, Kinder zu schonen.
 
Nach Aufflammen der Kämpfe sind zehntausende Menschen vor den regierungsfeindlichen Anti-Balaka-Einheiten auf der Flucht. Seit bereits zwei Jahren leisten die SOS-Kinderdörfer in dem Land Nothilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge. Zudem unterhält die Hilfsorganisation zwei Kinderdörfer, zwei Schulen, zwei Sozialzentren und zwei medizinische Zentren.

Weitere Informationen:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org