Was genau geplant ist

Ganzheitlicher Lehransatz zeichnet das neue SOS-Ausbildungsprojekt in Nigeria aus

Das neue SOS-Ausbildungsprojekt für Jugendliche in Owu Ijebu besteht aus zwei Komponenten: Die theoretischen Grundlagen der Landwirtschaft werden im SOS-Agrarinstitut vermittelt und die praktischen Fertigkeiten können auf der SOS-Ausbildungsfarm erworben werden.

Das SOS-Ausbildungsprojekt setzt bei der Stärke der Region an – der Landwirtschaft – um neue Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen. Das Wachstum des lokalen Marktes soll stimuliert werden, indem landwirtschaftliche Techniken profitabler gestaltet werden: Viehzucht und Getreideanbau, aber auch Lagerung und Verpackung, Marketing und Export stehen dabei im Fokus, denn in allen Bereichen können später Arbeitsplätze entstehen. Innerhalb der ersten fünf Jahre sollen insgesamt 1.250 junge Menschen an den Kursen von SOS-Agrarinstitut und -Ausbildungsfarm teilnehmen.


Das SOS-Agrarinstitut

Das Bildungsangebot des SOS-Agrarinstituts ist darauf ausgerichtet, dass die Qualifikationen, die die Lernenden hier erwerben, den Bedürfnissen des lokalen Arbeitsmarkts entsprechen. Foto: Claire Ladavicius
  • Im SOS-Agrarinstitut werden die theoretischen Grundlagen einer modernen, mechanisierten Landwirtschaft vermittelt.
  • Insbesondere Frauen sollen ermutigt und gefördert werden, an den Kursen teilzunehmen, da bislang ihre Ausbildungs- und Berufschancen besonders schlecht sind.
  • Angeboten werden unterschiedliche Kurse, von drei Monaten bis zu maximal vier Jahren.
  • Neben dem Theorieunterricht sollen alle Ausbildungskurse auch erste praktische Lerneinheiten enthalten.
  • Die genauen Kosten für die Errichtung des SOS-Agrarinstituts sind davon abhängig, ob vorhandene Gebäude genutzt und umgebaut werden können oder ob ein komplett neues Gebäude errichtet werden muss. Die SOS-Kinderdörfer prüfen derzeit beide Varianten hinsichtlich Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit.


Die SOS-Ausbildungsfarm

Bislang ist die kleine Schweinemast im SOS-Kinderdorf Owu Ijebu eher ein Hobby. Doch jetzt soll eine richtige Ausbildungsfarm mit Viehzucht und Ackerbau entstehen. Foto: Stefan Heunis
  • Auf der SOS-Ausbildungsfarm sollen die Jugendlichen ihr theoretisch erworbenes Wissen in die Praxis umsetzen.
  • Für den Ackerbau sollen die vorhandenen 15 Hektar Land, die zum SOS-Kinderdorf Owu Ijebu gehören, urbar gemacht werden.
  • Geplant ist der Anbau von Kochbananen, Bananen und Mais sowie von Maniok, einem in Nigeria stark verbreiteten Wurzelgemüse, das als Lebens- und Futtermittel verwendet wird.
  • Die Viehzucht konzentriert sich auf Hühner und Truthähne für Fleisch und Eier, auf Schweine für die Gewinnung von Fleisch, Fett und Leder sowie auf die Fischzucht von Barschen und Welsen als Lebensmittel.
  • In sogenannten Schneckenfarmen werden bestimmte Schneckenarten gezüchtet, die sich zum Export für die Feinschmeckerküche (Escargot) oder zur Verwendung in der Kosmetikindustrie eignen.
  • Für die SOS-Ausbildungsfarm müssen Tierställe und -gehege errichtet sowie diverse Landmaschinen (Traktor, Pflug, Erntemaschinen etc.) gekauft werden.
  • Nach der Anschubfinanzierung soll sich die SOS-Ausbildungsfarm in einigen Jahren durch den Verkauf ihrer Erzeugnisse als kleines „Sozialunternehmen“ finanziell selbst tragen.

Unterstützen Sie Jugendliche bei ihrer Ausbildung!

Ihre Spende ermöglicht Jugendlichen in Nigeria eine gute Ausbildung in der Landwirtschaft, so dass sie später selbst für sich sorgen können.

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