Hunger: SOS leistet Nothilfe

Auf den Terror folgt der Hunger im Nordosten von Nigeria

Boko Haram hat das Land mit Terror überzogen, die Menschen sind geflüchtet. Wer nicht fliehen konnte, musste in einem ruinierten Land bleiben. Fünf Millionen Menschen sind im Nordosten Nigerias auf Hilfe angewiesen, 450.000 Kinder sind laut UN vom Hungertod bedroht. Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe.
Terror, Flucht, Hunger: Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe in den nigerianischen Boko-Haram-Gebieten. Im benachbarten Niger startete SOS bereits 2015 ein Hilfsprogramm für Kinder und Familien, die vor der grausamen Boko-Haram-Miliz geflüchtet sind. Foto: Vincent Tremeau

Dörfer wurden niedergebrannt, die Bewohner massakriert: Die Gräuel der Boko-Haram-Islamisten haben in den nigerianischen Bundesstaaten Borno, Yobe and Adamawa eine Massenflucht ausgelöst. Felder blieben unbestellt, ein Drittel der Häuser in Borno, hunderte Schulen und medizinische Einrichtungen, Straßen und Brücken wurden zerstört. Als die nigerianische Armee das Gebiet 2016 von Boko Haram zurückeroberte, wurde das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Doch immer noch sind Hunderttausende von der Außenwelt abgeschnitten. Und Boko Haram terrorisiert weiterhin die Menschen. Die Fakten:

  • Insgesamt sind rund fünf Millionen Menschen in Nigeria auf Lebensmittelhilfe angewiesen, unter ihnen 3,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren und stillende Mütter, die besonders gefährdet sind. Die Leben von 450.000 Mädchen und Jungen, so schätzt die UN, sind durch akute schwere Mangelernährung bedroht.
  • 1,7 Millionen, davon mehr als die Hälfte Kinder, sind vor der grausamen Gewalt aus ihren Heimatorten geflohen und leben im Nordosten Nigerias in Camps und Notquartieren. Viele Flüchtlingskinder sind schwer traumatisiert. Gerade Mädchen und Frauen in den Camps sind von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung bedroht.
  • Etwa drei Millionen Kinder gehen aufgrund der Krise nicht zur Schule.
  • 52.000 Kindern, so die nigerianische Regierung, hat der Boko-Haram-Terror die Eltern genommen.

Jetzt Kindern in Nigeria helfen!

Bitte unterstützen Sie die SOS-Hilfe in Nigeria. Mit Ihrer Spende retten Sie Kinderleben und geben Familien in Not Hoffnung.

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Lebensrettende Spezialnahrung, Betreuung traumatisierter Kinder, Hilfe zur Selbsthilfe

Im Bundesstaat Borno, dem Brennpunkt der Flüchtlings- und Hungerkrise, leisten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe, um 30.000 Kindern sowie 5000 Frauen und junge Erwachsenen beizustehen. So hilft SOS:
  • Flüchtlingskinder werden gewogen, um sie auf Mangelernährung zu untersuchen - Foto: Vincent Tremeau
    Flüchtlingskinder werden gewogen, um sie auf Mangelernährung zu untersuchen - Foto: Vincent Tremeau
    Nahrung: SOS versorgt kleine Kinder und stillende Mütter mit Zusatz- und Spezialnahrung.
  • Kinderschutz & Betreuung: SOS-Mitarbeiter richten in Camps Nothilfe-Kitas für Flüchtlingskinder ein und betreuen unbegleitete Mädchen und Jungen. Traumatisierte Kinder sowie junge Erwachsene und Eltern erhalten psychosozialen Beistand.
  • Bildung: SOS verteilt Lernmaterialien für Kinder und organisiert Lehrerfortbildungen und Unterricht.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Familien beim Wiederaufbau von Farmen und beim Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz.
Auch im benachbarten Niger leisten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe für Kinder und Familien, die vor Boko Haram geflohen sind. Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Hilfe im Niger.