Renovierung der SOS-Mutter-Kind-Klinik

Seit die SOS-Mutter-Kind-Klinik in Mogadischu vor fast 30 Jahren errichtet wurde, ist sie permanent voll ausgelastet. Die Gebäude haben während der Bürgerkriegsjahre zusätzlich gelitten, die Ausstattung ist veraltet und abgenutzt. Es muss dringend modernisiert und erweitert werden, damit die Klinik ihrem hohen Patientenaufkommen auch in Zukunft gerecht werden kann.

Schäden an den Gebäuden, kaputte Rohr- und Elektroleitungen, veraltete Geräte oder zu beengte Räumlichkeiten. Der Renovierungs- und Sanierungsbedarf der SOS-Klinik ist an vielen Stellen sichtbar:

Die medizinische Hilfe für die Ärmsten Mogadischus ist in Gefahr. Die SOS-Klinik, die ständig unter Maximalauslastung arbeitet, muss dringend saniert werden!

  • Der allgemeine Wartebereich ist zu klein und schnell überfüllt.
  • Alle Sanitärräume müssen renoviert und erweitert werden.
  • Auf der Entbindungsstation fehlen Vakuumextraktor („Saugglocke“) und Reanimationsgerät für Säuglinge.
  • Die Neugeborenen-Station ist zu klein; die Belüftung ist mangelhaft.
  • Die Kinder-Notfallambulanz verfügt nicht über die benötigten Kapazitäten/Betten.
  • Die Ambulanz ist zu klein und muss räumlich neu organisiert werden, da es momentan zu Behandlungsstaus kommt.
  • Es besteht Bedarf an separaten Abteilungen für männliche Patienten sowie hochinfektiöse Patienten.
  • Wasser- und Abwasserversorgung müssen erneuert, die Müllverbrennung an moderne Standards angepasst werden.
  • Die Stromversorgung läuft über zwei veraltete Generatoren und muss umgestellt werden (ggf. Solartechnik).
  • Auch in der SOS-Krankenpflegeschule gibt es Modernisierungsbedarf. Insbesondere die Ausstattung der Bibliothek lässt momentan viele Wünsche offen. Ebenso fehlen Internetzugang, Computer und Beamer für modernen Unterricht, Recherchieren und Lernen.

Zeitplan für Planung und Umsetzung


Derzeitiger Grundriss eines Gebäudes der SOS-Klinik in Mogadischu - bald soll die Modernisierung starten. Grafik: Maria Weinhofer

Lange hat es die Sicherheitslage nicht zugelassen, dass Gebäude instandgesetzt und die Einrichtung erneuert werden. Doch jetzt hat sich die Situation soweit stabilisiert, dass die Planungen für die Modernisierung beginnen können. Bis zum Sommer 2016 soll die Konzeption abgeschlossen sein. Hierzu gehören neben der Planung der baulichen Maßnahmen auch das Ausarbeiten eines Versorgungsplans für die Umbauphase. Denn eine Grund- und Notfallversorgung der Patienten muss auch während des Umbaus sichergestellt werden. Die SOS-Klinik soll zu keiner Phase der Renovierung vollständig geschlossen werden. Die Bauarbeiten sollen dann im vierten Quartal dieses Jahres beginnen.

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