SOS-Kinderdorf Basse

SOS-Kinderdorf ist seit dem Jahr 2007 in Basse tätig. Durch das Sozialzentrum haben wir unsere Unterstützung für gefährdete Kinder und Familien in der Region weiter ausgebaut.

Basse ist ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum an den Ufern das Gambia-Flusses im Hinterland von Gambia


Mutter und Tochter aus unserem Familienstärkungsprogramm in Basse (Foto: L. Willot)
Basse, auch unter dem Namen Basse Santa Su bekannt, ist die größte Stadt im äußersten Osten von Gambia und mit seinen rund 18 000 Einwohnern das Verwaltungszentrum der Upper River Region. Basse ist auch ein wichtiges Handels- und Verkehrszentrum für die Region und den internationalen Warenverkehr in das westliche Afrika.

Basse hatte in jüngster Zeit große Fortschritte zu verzeichnen. Die soziale Infrastruktur ist deutlich verbessert worden. Dennoch leben nach wie vor zahlreiche Familien unter prekären Bedingungen, und viele Kinder sind vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedroht.

Sicherheit und Hoffnung für die am stärksten gefährdeten Familien

In Ländern, in denen die Armut so weit verbreitet ist wie in Gambia, spielt die Großfamilie für die soziale Sicherheit zahlreicher Kinder eine wesentliche Rolle. Da die traditionellen familiären Strukturen zunehmend aufbrechen, sind immer mehr Kinder vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedroht. Viele Kinder, deren Eltern erkrankt oder verstorben sind, wachsen bei den Großeltern oder bei älteren Geschwistern auf. Häufig haben sie nicht genug zu essen und keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Ohne Zugang zu Bildung haben sie kaum Chancen auf ein besseres Leben als Erwachsene. Das SOS-Kinderdorf Basse versucht so vielen verwaisten und gefährdeten Kindern wie möglich zu helfen und ihnen das Aufwachsen in einem sicheren und liebevollen Umfeld zu ermöglichen.

Unsere Arbeit für gefährdete Familien in der Region wird durch unser Sozialzentrum koordiniert. Die vielfältigen Angebote richten sich nach den unmittelbaren Bedürfnissen der Familien. Einige brauchen Nahrungsmittelpakete, damit Kinder ausreichend zu essen haben, bis sich ihre Eltern oder Betreuungspersonen wieder selbst versorgen können. Ein wichtiger Faktor für den Erhalt der familiären Stabilität ist der Zugang zu medizinischer Versorgung. Daher setzen wir uns für eine bessere Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein. Das SOS-Kinderdorf Basse sichert Kindern auch den Zugang zu Bildung, in dem Familien Schuluniformen und Bücher erhalten und wir bei Bedarf auch die Zahlung der Schulgebühren übernehmen.

Unsere Arbeit in Basse


Spiel und Spaß im SOS-Kindergarten Basse (Foto: L. Willot)
SOS-Kinderdorf begann seine Unterstützung für gefährdete Kinder in Basse im Jahr 2007. Die Kinder aus den SOS-Familien und der Gemeinde besuchen zusammen den SOS-Kindergarten und unsere Grundschule, in der sie in einer förderlichen Lernumgebung unterrichtet werden. In unserem Kindergarten können bis zu 130 Kinder glückliche und unbeschwerte Tage verbringen, während sie auf den Schulbesuch vorbereitet werden. In der SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Basse erhalten über 200 SchülerInnen eine solide Grundbildung. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Bildungsangebot in der Region.

Kinder ohne elterliche Fürsorge finden in einer der zwölf SOS-Familien in Basse ein liebevolles Zuhause. Mit der Liebe und Zuwendung einer SOS-Mutter wachsen sie gemeinsam mit ihren Geschwistern in einem familiennahen Umfeld auf und haben dadurch die Chance auf eine unbeschwerte Kindheit. Kinder, die an Traumata oder den Folgen von Vernachlässigung leiden, erhalten psychologischen Beistand. Wir verfolgen aufmerksam die Entwicklung aller Kinder in den SOS-Familien. Für jedes Kind wird gemeinsam mit der SOS-Mutter und dem Kind selbst ein „persönlicher Entwicklungsplan“ ausgearbeitet. Jugendliche wechseln in das SOS-Jugendprogramm und werden hier schrittweise auf ihre Selbständigkeit vorbereitet. Sie verbringen die Zeit ihrer Ausbildung gemeinsam mit jungen Menschen aus anderen SOS-Familien und werden von einem qualifizierten Jugendpädagogen begleitet und unterstützt.

Seit dem Jahr 2010 leitet das SOS-Kinderdorf Basse auch ein Sozialzentrum für die Unterstützung gefährdeter Familien, die von Zerrüttung bedroht sind. Unser Familienstärkungsprogramm konzentriert sich vor allem auf Haushalte, in denen Kinder in der Obhut von Großeltern oder älteren Geschwistern aufwachsen. Wir sind davon überzeugt, dass wir Kindern am besten helfen können, in dem wir Behörden, Eltern und Familien über die Rechte und Bedürfnisse der Kinder aufklären und dafür sorgen, dass sie in einem sicheren und förderlichen Umfeld aufwachsen können. Daher legen wir in der Region auch großes Gewicht auf die allgemeine Aufklärung über Kinderrechte.
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