SOS-Kinderdörfer in Kenia

Wie die SOS-Kinderdörfer in Kenia helfen

In Kenia lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Der Überlebenskampf in den Slums und die grassierende Aids-Epidemie lassen unzählige Familien zerbrechen. Vor allem der Norden und Nordwesten des Landes werden häufiger von Dürreperioden heimgesucht, die den dort ansässigen Viehzüchtern und Kleinbauern die Lebensgrundlage rauben. Unterernährte und kranke Kinder sowie eine hohe Kindersterblichkeit sind die Folgen.

  • Kindersterblichkeit: In Kenia stirbt jedes achte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Jeder dritte Säugling wird nicht ausreichend geimpft. Infektionskrankheiten wie Masern, Tetanus und Polio bedrohen ihr Leben.
  • In dem ostafrikanischen Land sind etwa 1,5 Millionen Menschen mfit HIV infiziert.
  • Kinderprostitution: Schätzungen zufolge werden in Kenia mehrere zehntausend Kinder und Jugendliche als Prostituierte ausgebeutet. Viele von ihnen sind zuvor aus ihrem gewalttätigen Zuhause geflohen und auf der Straße gelandet.
  • Trotz staatlichen Verbots wird in Kenia vielerorts an dem grausamen Ritual der Klitoris-Beschneidung festgehalten. An den Folgen der Genitalverstümmelung leidet in dem ostafrikanischen Land jede dritte Frau.
  • Mangel an Bildung: Seit 2002 gibt es in Kenia die Gebührenbefreiung für die Grundschulausbildung. So haben auch Kinder armer Familien die Chance zur Schule zu gehen. Allerdings sind die bestehenden staatlichen Schulen dem Ansturm von rund 1,3 Millionen zusätzlichen Kindern nicht gewachsen sind. Überfüllte Klassen und Lehrermangel sind die Folgen.

 

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SOS-Paten schenken Kindern ein neues Zuhause

Kenia ist eines der ersten afrikanischen Länder, in denen die SOS-Kinderdörfer aktiv wurden. Seit dem Jahr 1971 setzten wir uns dort für benachteiligte Kinder ein. In den vier Kinderdörfern des Landes wachsen mehr als 500 Kinder auf. Dreiviertel von ihnen sind Waisen, meist aufgrund von HIV/AIDS.

Im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids kommt in Kenia vor allem dem in der Hauptstadt Nairobi eine große Bedeutung zu. Psychologische Betreuung und medizinische Hilfe für HIV-infizierte Menschen sowie Aufklärung und Prävention sind wesentliche Aufgaben des Zentrums, das sogar über eine eigene Klinik verfügt.

Die SOS-Kinderdörfer in Kenia betreiben außerdem eine Reihe von Schulen. Knapp 1500 Kinder und Jugendliche aus den SOS-Dörfern und vor allem aus deren Umgebung lernen derzeit in den insgesamt vier Einrichtungen.

Heute gibt es in Kenia folgende SOS-Einrichtungen: fünf SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, fünf SOS-Kindergärten, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, zwei SOS-Berufsbildungszentren, fünf SOS-Sozialzentren und zwei medizinische SOS-Zentren.

Website von SOS-Kinderdorf Kenia

(verfügbar auf Englisch)

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