Ruanda

Wie die SOS-Kinderdörfer in Ruanda helfen

Ruandas Kinder brauchen unsere Hilfe!

Ruanda zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Mehr als die Hälfte der Ruander ist minderjährig und lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Viele Kinder verloren während des Bürgerkriegs (1990-1994), der in einem grausamen Völkermordes gipfelte, ihre Eltern. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind eine Million Kinder in Ruanda ohne Schutz und Fürsorge.

 

  • Zwei Kinder im SOS-Kinderdorf in Ruandas Hauptstadt Kigali
    Zwei Kinder im SOS-Kinderdorf in Ruandas Hauptstadt Kigali
    Waisenkinder: Sehr viele Kinder sind Waisen, weil ihre Eltern während des Völkermordes oder durch HIV/Aids verstorben sind. Nach Schätzungen müssen 101.000 Kinder Haushalte führen und für ihre jüngeren Geschwister sorgen. 400.000 Kinder gehen nicht zur Schule, 120.000 Kinder müssen arbeiten.
  • Kindersterblichkeit: Die Kindersterblichkeitsrate in Ruanda zählt zu den höchsten weltweit. Jedes fünfte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Malaria ist die häufigste Todesursache.
  • Gesundheit: Fast jeder zehnte Erwachsene in Ruanda ist HIV-positiv. Malaria, Tuberkulose und Durchfall zählen zu den häufigsten Erkrankungen. Viele Kinder sind traumatisiert durch den Völkermord.

So helfen die SOS-Kinderdörfer in Ruanda

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1979 in Ruanda aktiv, um elternlosen und Not leidenden Kindern eine Perspektive zu geben. In dem ostafrikanischen Land betreibt SOS derzeit folgende Projekte:

  • In vier SOS-Kinderdörfern haben derzeit insgesamt 474 Kinder ein neues Zuhause gefunden.
  • 1.654 Grundschüler lernen in drei Hermann-Gmeiner-Schulen.
  • In den drei SOS-Jugendeinrichtungen werden insgesamt 254 Jugendliche betreut.
  • Zwei medizinische SOS-Zentren bieten Kindern und Familien eine Grundversorgung (7.500 Behandlungen jährlich).
  • In zwei Berufsbildungszentren erhalten 450 Jugendliche und Erwachsene eine fundierte  Ausbildung.
  • Fünf SOS-Sozialzentren unterstützen Familien mit insgeamt 890 Kindern.

 

ruanda
Heimat im SOS-Kinderdorf

Bürgerkrieg in Ruanda (1990 - 1994)

1994 eskalierte der seit 1990 schwelende Konflikte der beiden ethnischen Gruppen Tutsi und Hutu. Bis zum Ende des Bürgerkrieges wurden mehr als 800.000 Menschen ermordet – 300.000 Opfer waren Kinder. 95.000 Kinder verloren ihre Eltern.

In den Wirren des Bürgerkriegs mussten Familien aus den SOS-Kinderdörfern flüchten. Im Nordosten des Landes wurde ein provisorisches SOS-Kinderdorf eingerichtet. Kinder aus dem ruandischen SOS-Kinderdorf Gikongoro fanden Unterkunft in einem kongolesischen SOS-Kinderdorf.

Die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen Ruandas sowie der Nachbarländer Burundi und Kongo betreuten während des Bürgerkrieges gemeinsam rund 1.000 zusätzliche Kinder.

  • Helfen Sie Kindern in Not!

    Schenken Sie Not leidenden Kindern eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Afrika - helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!

     Jetzt helfen!