Somalia

Wie die SOS-Kinderdörfer in Somalia helfen

Die Kinder in Somalia brauchen Ihre Hilfe!

Die Not der Kinder in Somalia hat viele Gesichter: Sie sind bedroht durch Hungersnöte, 20 Jahre Bürgerkrieg und Terror, der Familien zerstört und Kinder traumatisiert

  • Hunger: Das Land wird regelmäßig von Dürreperioden heimgesucht, die den dort ansässigen Viehzüchtern und Kleinbauern die Lebensgrundlage rauben. Die Lebensmittelpreise steigen. Unterernährte und kranke Kinder sowie eine hohe Kindersterblichkeit sind die Folgen. Fast ein Viertel der somalischen Kinder stirbt vor ihrem fünften Geburtstag.
  • Krieg: Die Familien fliehen vor Krieg und Terror oder werden vertrieben. In Hochzeiten waren Millionen von Menschen auf der Flucht im eigenen Land oder in die Nachbarländer. Unzählige Kinder wurden als Kindersoldaten rekrutiert.
  • Hygiene, medizinische Versorgung: Siebzig Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
  • Das Bildungssystem ist durch die langen Jahre des Bürgerkriegs instabil, die Kinder haben kaum die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Die Hälfte aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren muss arbeiten.

SOS-Kinderdörfer in Somalia: Etabliert und erfahren


In der SOS-Mutter-Kind-Klinik in Mogadischu finden Schwangere sowie Mütter mit Babys und Kindern medizinische Hilfe. Foto: On Screen Productions/Kevin Ouma

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1985 als eine der wenigen Hilfsorganisationen ununterbrochen in Somalia aktiv. In der Hauptstadt Mogadischu gibt es ein SOS-Kinderdorf, das in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Angriffen wurde. Mehrmals wurde es evakuiert, um die SOS-Familien in anderen Stadtteilen in Sicherheit zu bringen. Einige Gebäude nahmen Schaden, unter anderem ist eines der zwölf Familienhäuser stark beschädigt und derzeit unbewohnbar.

Mehrere SOS-Mitarbeiter kamen während des langjährigen Bürgerkriegs ums Leben und zwei Jugendliche starben bei einem Angriff. Trotz der instabilen Lage in Mogadischu und Somalia blieb das SOS-Kinderdorf jedoch zumeist von der Gewalt verschont. Die SOS-Einrichtungen dienten zudem als Ausgangspunkt für die SOS-Nothilfe während der Hungernöte im Jahr 1991 und 2011.

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Die SOS-Schule in Mogadischu steht auch den Kindern aus der Nachbarschaft offen. Foto: On Screen Productions/Kevin Ouma

Im SOS-Kinderdorf Mogadischu wachsen bis zu 120 Mädchen und Jungen in zwölf Familienhäusern (ein Haus ist derzeit nicht bewohnbar) in Sicherheit und Geborgenheit auf.

Der SOS-Kindergarten betreut etwa 120 Kinder und die Hermann-Gmeiner-Schule unterrichtet seit 1988 jährlich bis zu 580 Kinder in 17 Klassen. Die Schüler und Schülerinnen kommen größtenteils aus der näheren Umgebung, aber auch aus dem Kinderdorf.

Im SOS-Jugendhaus leben zwischen 50 und 60 junge Menschen, die im Kinderdorf aufgewachsen sind. Sie bereiten sich hier auf ein selbständiges Leben vor, während sie einen Beruf erlernen. Dabei werden sie von Pädagogen betreut.

Die SOS-Mutter-Kind-Klinik behandelt jedes Jahr über 200.000 Schwangere, Mütter und Kinder. Bis zu 20 Geburten gibt es pro Tag. In der Ambulanz der Klinik suchen bis zu 200 Patienten pro Tag medizinische Hilfe. Mangelernährung, Malaria und Diarrhoe zählen zu den häufigsten Problemen.

Auch die SOS-Medizinische Klinik in Baidoa sowie die SOS-Feldklinik im Flüchtlingslager Badbado leisten kostenlose medizinische Grundversorgung für Menschen, denen andernfalls der Zugang zu ärztlicher Versorgung verwehrt wäre.

In der SOS-Krankenpflegeschule beginnen jährlich etwa 30 junge Männer und Frauen ihre Ausbildung zur staatlich geprüfte Krankenschwester, Krankenpfleger und Hebamme.

Seit Dezember 2015 gibt es ein SOS-Familienstärkungsprogramm in Baidoa, das anteilig mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird.

Bitte unterstützen Sie die
SOS-Klinik in Mogadischu!

Mit Ihrer Spende können in der SOS-Klinik Mogadischu jedes Jahr tausende Menschenleben gerettet werden.

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