SOS in Ostafrika

Die SOS-Kinderdörfer engagieren sich für die Menschen in Ostafrika

Mitte der 1970er Jahre entstanden die ersten SOS-Kinderdörfer im Osten Afrikas. Die Bewohner mussten in den vergangenen Jahrzehnten viel Leid ertragen: Zu Dürreperioden kamen in Äthiopien, Somalia und dem Sudan Bürgerkriege, die zur Abspaltung ganzer Landesteile führten. Daraus resultierten Flucht, Vertreibung und millionenfaches Sterben. Die SOS-Kinderdörfer vor Ort setzen sich für die Menschen in Ostafrika ein. Sie geben verlassenen Kindern ein neues Zuhause und unterstützen Not leidende Familien beim Aufbau einer neuen Existenz.

Somaliland: SOS-Bildungsprogramme statt Flucht


Mädchen lernen in der renommierten Schule in Sheik. Foto: Katharina Ebel

Aus Somalia und dem unabhängigen Norden Somaliland wollen junge Leute nur eins: Weg! In einem Alltag aus Krieg und Armut sehen sie für sich keine Zukunft. Die Schulen sind schlecht ausgestattet, Ausbildungsplätze fast nirgends vorhanden. „Wie soll ich mit diesen Aussichten später mal eine Familie ernähren?“, fragen sich deshalb viele junge Somalis und begeben sich auf eine gefährliche Reise Richtung Europa. Viele überleben diese nicht.

Mit Schulen und Ausbildungsprojekten geben die SOS-Kinderdörfer Kindern und Jugendlichen in ihrem Heimatland eine Chance auf ein würdiges Leben und eine Zukunft. In der renommierten SOS-Schule in Sheik, Somaliland herrscht Gleichberechtigung. Hier lernen Mädchen dasselbe wie die Jungen. Unterschiede beim Lernstoff gibt es nicht: An der besten Schule des Landes lernen alle gemeinsam Mathe, Biologie, Chemie, Englisch und vieles mehr. Einige der Mädchen wollen Informatik studieren, andere Medizin. SOS macht es möglich.

Äthiopien: SOS-Familienhilfe statt verlassener Kinder


Der Familie von Amanuel geht es mittlerweile besser. Foto: Michele Morosini

Mitten im äthiopischen Bürgerkrieg entstand 1976 das SOS-Kinderdorf Mekele. Der an der nördlichen Grenze Äthiopiens gelegene SOS-Standort bot den Menschen aus der Umgebung auch Schutz und Hilfe, als es im Jahr 1998 zum Krieg mit dem Nachbarstaat Eritrea kam.

Noch immer leidet die Bevölkerung von Mekele unter den Spätfolgen der Konflikte. Kinder wie den dreijährigen Amanuel trifft es stets am härtesten. Deshalb begleitet SOS seine Familie auf dem Weg zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit. SOS verschafft ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung, bietet Beratung und Kinderbetreuung an. Ein Bauernhof mit Lehrbetrieb und ein medizinisches Zentrum für bis zu 5.000 Patienten jährlich runden das Angebot vor Ort ab. Ihre Unterstützung ermöglicht dieses umfassende Hilfsprogramm!

Südsudan: SOS-Kinderdörfer statt provisorischer Unterkünfte


Die SOS-Mütter in Juba tanzen auf dem Dorfplatz. Foto: Wolfgang Kehl

Sie tanzen oft auf dem Dorfplatz, die Mütter aus dem SOS-Kinderdorf Juba im Südsudan. Als würden sie immer wieder das Überleben feiern. Sie kommen aus dem Norden, aus Malakal, wo an Weihnachten 2013 ein Krieg ausbrach, der auch vor dem SOS-Kinderdorf nicht Halt machte. Sie mussten weg. Die Flucht war der Horror: Überfälle, Granatfeuer, Hitze, Durst, Hunger.

Jetzt leben die zehn SOS-Familien in einem provisorischen SOS-Kinderdorf in Juba. Ein sicherer Ort, mit Stacheldraht zwar, aber wenigstens wird nicht geschossen. Und das Leben geht weiter: Wenn der Krieg vorbei ist, soll Juba ein richtiges SOS-Kinderdorf bekommen, und das in Malakal soll wieder aufgebaut werden. Die Kinder im Südsudan brauchen Menschen mit Mut. Die SOS-Mütter haben ihn gezeigt.

Helfen Sie Kindern in Not!

Schenken Sie Not leidenden Kindern eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Afrika - helfen Sie mit Ihrer Spende!

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