SOS-Kinderdorf Rivas

Die Stadt Rivas, „das Tor zur Insel Ometepe“, ist von hohen Armutsraten und Arbeitslosenzahlen gekennzeichnet. Durch das SOS-Kinderdorf Rivas, das im Jahr 2008 eröffnet wurde, bietet unsere Organisation Kindern und jungen Menschen Unterstützung.

Hohe Rate der Kinderarmut nahe der Grenze zu Costa Rica

Kinder führen einen Tanz auf (Foto: SOS-Archiv).
Kinder führen einen Tanz auf (Foto: SOS-Archiv).

Rivas ist eine Stadt im Südwesten Nicaraguas, etwa 110 km von der Landeshauptstadt Managua entfernt, und wird aufgrund seiner Lage an den Ufern des Nicaragua-Sees häufig als „Tor zur Insel Ometepe“ bezeichnet. Während des brutalen Bürgerkrieges war die Region Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen den Truppen des früheren Diktators Somoza und den Sandinisten. Rivas ist darüber hnaus eine bekannte Grenzstadt zwischen Nicaragua und dem benachbarten Costa Rica.

Aufgrund der hohen Armutsrate in Nicaragua ziehen viele Männer auf der Suche nach Arbeit nach Costa Rica und lassen ihre Kinder zurück. Aufgrund der Grenzlage und dadurch bedingten Migrationsbewegungen werden in Rivas besonders viele Kinder von ihren Eltern verlassen, und die Zahl der alleinerziehenden Familien ist überdurchschnittlich hoch.

Anhaltender Bedarf an familiennaher Betreuung in Rivas

Da keine andere Organisation umfangreiche familiennahe Betreuungsmöglichkeiten für verlassene und verwaiste Kinder bietet, beschloss SOS-Kinderdorf den Ausbau seiner Aktivitäten in Nicaragua und den Bau eines weiteren SOS-Kinderdorfs in Rivas.

In Rivas und Umgebung waren die sozioökonomischen Indikatoren schon in der Vergangenheit besorgniserregend; die Infrastruktur ist unzureichend. In Nicaragua müssen etwa 320 000 Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren Kinderarbeit verrichten und können daher keine Schule besuchen. Viele von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft und helfen ihren Eltern auf den Feldern.

Unsere Arbeit in Rivas

Kinder warten auf das Sackhüpfen während eines Fests im Kinderdorf.  (Foto: SOS-Archiv)
Kinder warten auf das Sackhüpfen während eines Fests im Kinderdorf. (Foto: SOS-Archiv)

Für Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern leben können, bieten 11 SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause. In jeder Familie leben die Kinder mit ihren Geschwistern und werden liebevoll von ihrer SOS-Mutter betreut. Die Kinder besuchen die Kindergärten und Schulen vor Ort. Auf diese Weise können sie Freundschaften mit Kindern aus der Nachbarschaft schließen und werden Teil der Gemeinschaft.

Wenn Kinder das Jugendalter erreicht haben, können sie in unsere Jugendprogramme aufgenommen werden, wo sie in betreuten Wohngemeinschaften untergebracht werden und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren können. Begleitet durch ausgebildete Fachkräfte entwickeln junge Menschen Zukunftsperspektiven, lernen Verantwortung zu tragen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen.
 

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