SOS-Kinderdorf David

In Panama ist die ländliche Armut nach wie vor ein großes Problem. Mehr als 90 Prozent der indigenen Bevölkerung können sich nicht einmal mit dem Nötigsten versorgen. Viele Kinder müssen arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen und haben dadurch kaum Chancen auf Bildung und ein besseres Leben als Erwachsene.

Ländliche Armut führt zu Kinderarbeit - der Armutszyklus setzt sich fort

Eine SOS-Familie zu Hause (Foto: I. Vasquez)
Eine SOS-Familie zu Hause (Foto: I. Vasquez)

David ist die Hauptstadt der Provinz Chiriquí im äußersten Westen Panamas an der Grenze zu Costa Rica und hat knapp 180 000 Einwohner. In David selbst ist der Handelssektor der größte Arbeitgeber, aber im Umland leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft und der Viehzucht.

34,6 Prozent der Bevölkerung von Chiriquí leben in Armut, haben weder ausreichend Nahrung noch Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die ländliche Armut ist ein großes Problem. Daher ziehen viele Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben in die Stadt. Häufig finden sie dort jedoch keine Arbeit und geraten in immer größere Not.

Nicht selten sind Kinder gezwungen, zum Einkommen ihrer Familien beizutragen. In Chiriquí müssen schätzungsweise mehr als 4000 Kinder arbeiten und Geld verdienen. 58 Prozent der Kinderarbeiter gehen nicht zur Schule. In den ländlichen Gebieten arbeiten geschätzte 75 Prozent der Kinder und Jugendlichen während der Ernte auf den Feldern und können in dieser Zeit - wenn überhaupt - nur selten am Unterricht teilnehmen. Dadurch wird die körperliche, emotionale und intellektuelle Entwicklung der Kinder ernsthaft gefährdet. Viele Betroffene leiden auch als Erwachsene ein Leben lang an den Folgen der Armut.

Junge Menschen brauchen Unterstützung für eine bessere Zukunft

Etwa 20 Prozent der Kinder in Panama haben Mütter, die bei ihrer Geburt noch minderjährig waren. Wenn diese jungen Frauen selbst aus unterprivilegierten Schichten stammen, sind sie häufig nicht in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Im schlimmsten Fall sehen sie in der Not keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder zu verlassen.

Diese Kinder brauchen ein liebevolles Zuhause, in dem sie ausreichend Betreuung und Fürsorge erhalten. Junge Menschen brauchen Unterstützung, damit sie ihre Ausbildung beenden und voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken können.

Unsere Arbeit in David

Sich auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten (Foto: I. Vasquez)
Sich auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten (Foto: I. Vasquez)

Angesichts der großen Zahl der Kinder ohne elterliche Fürsorge in der Region wurde im Jahr 1999 das SOS-Kinderdorf David eröffnet. Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, finden in 13 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut. Die Kinder besuchen die nahegelegenen Schulen und sind daher bereits in jungen Jahren sehr gut in ihre Umgebung integriert.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchten, können in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Mit der Unterstützung qualifizierter Fachkräfte können sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu übernehmen lernen und sich auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten.
 

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