SOS-Kinderdorf Salto

Uruguay wird häufig als das wohlhabendste und am meisten entwickelte Land Südamerikas gepriesen. Obwohl das Armutsniveau sicherlich unter dem der meisten anderen Staaten in der Region liegt, leben nach wie vor zahlreiche Uruguayer vor allem in den ländlichen Gebieten unter prekären sozioökonomischen Bedingungen.

Prekäre Lebensbedingungen in den Elendsvierteln von Salto


Kinder in unserer Obhut wachsen in einer SOS-Familie mit ihren Brüdern und Schwestern auf. (Foto: A. Heimann.)
Salto, die Hauptstadt des gleichnamigen Departements, liegt im Nordesten Uruguays an der Grenze zu Argentinien und hat über 100 000 Einwohner. Die Wirtschaft der Region basiert überwiegend auf der Landwirtschaft, vor allem dem Anbau von Zitrusfrüchten.

Auch in Salto, ebenso wie in anderen Städten Uruguays, leben tausende Menschen in den sogenannten „Cantegriles“ – Elendsvierteln am Rande der Stadt, in denen es an Basisinfrastruktur mangelt und die Menschen unter prekären Bedingungen in behelfsmäßigen Baracken hausen. Die meisten Slumbewohner sind Migranten aus den ländlichen Gebieten, die auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die Stadt gekommen sind. Doch meist werden ihre Träume bitter enttäuscht.

Kinder aus den ärmsten Familien brauchen Unterstützung und Förderung

Zahlreiche Familien ziehen aufgrund der weit verbreiteten Armut in den ländlichen Gebieten Uruguays in die Stadt. Das Departement Salto weist eine der höchsten Armutsraten des Landes auf. Junge Menschen aus armen Familien und mit niedrigem Bildungsniveau, Kleinbauern, die von Großbetrieben verdrängt werden sowie alleinerziehende Mütter und ihre Kinder sind in besonderem Ausmaß betroffen.

Das Aufwachsen unter solch prekären Bedingungen kann schwere negative Auswirkungen auf die gesunde körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes haben. Eine Kindheit voller Entbehrungen kann das Selbstwertgefühl eines Kindes ernsthaft schädigen und berufliche und private Probleme im Erwachsenenleben nach sich ziehen.

Speziell in den Grenzregionen werden zahlreiche Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung und Verschleppung. Obwohl diese Probleme in der uruguayischen Gesellschaft vielleicht nicht direkt ins Auge springen, sind sie dennoch weiter vorhanden.

Unsere Arbeit in Salto


Zwei Schwestern spielen zusammen (Foto: A. Heimann).
SOS-Kinderdorf ist seit 1985 in Salto tätig. Unsere Sozialzentren leiten ein Familienstärkungsprogramm, um die Not der Bevölkerung ganzheitlich und nachhaltig zu lindern. In der Kindertagesstätte werden Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren betreut, während die Eltern ihren Lebensunterhalt verdienen. Kleinkinder können den SOS-Kindergarten besuchen, und Kinder im schulpflichtigen Alter werden im Kinderzentrum vor und nach den Unterrichtsstunden betreut.

Das SOS-medizinische Zentrum im Kinderdorf bietet notleidenden Mitgliedern der Gemeinde, die sich sonst keine Behandlung leisten könnten, eine kostenlose medizinische Grundversorgung. Auch der Sportplatz des Kinderdorfs kann von der lokalen Bevölkerung genutzt werden.

Kinder aus Salto, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, finden in SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut. Die Familien haben eigene Obst- und Gemüsegärten und züchten Hühner, damit sie zu ihrer Selbstversorgung beitragen können.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchten, können in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Mit der Unterstützung qualifizierter Fachkräfte können sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu übernehmen lernen und sich auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten.
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