SOS-Kinderdorf Ciudad Ojeda

Venezolanischen Familien stehen aufgrund der jüngsten wirtschaftlichen Veränderungen vor extrem schwierigen Bedingungen. Die Armut nimmt zu und grundlegender Güter, Lebensmittel und Medikamente sind extrem teuer und Mangelware. Wir unterstützen die Gemeinden, damit die Familien zusammen bleiben können.

Die Ölindustrie bringt nicht nur Reichtum sondern auch zahlreiche Probleme mit sich


Kinder spielen Fußball im SOS-Kinderdorf (Foto: SOS-Archiv)

Ciudad Ojeda liegt am nordöstlichen Ufer des Maracaibo-Sees, hat etwa 140 000 Einwohner und wurde 1937 als erste venezolanische Planstadt errichtet, um die Lebensbedingungen der Bewohner des nahegelegenen Lagunillas de Agua und der wachsenden Zahl der Ölarbeiter in der Region zu verbessern. Die Ölgesellschaften, die im Zentrum aller wirtschaftlichen Aktivitäten von Ojeda stehen, sind 2009 im Rahmen einer Kampagne für die gerechtere Verteilung der natürlichen Ressourcen des Landes verstaatlicht worden.

Aufgrund der starken Abhängigkeit von der Ölindustrie ist die Wirtschaft von Ciudad Ojeda sehr instabil und unmittelbar von schwankenden Erdölpreisen betroffen. Die Ölbohrungen, die Verklappung von Abwässern und unbehandelten Abfällen, Einleitungen von Schadstoffen aus der Landwirtschaft und auslaufendes Öl aus defekten Leitungen haben zu einer starken Verschmutzung des Maracaibo-Sees geführt. Die Anwohner sind zahlreichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Verwaiste und verlassene Kinder von Ciudad Ojeda brauchen unsere Unterstützung

Zirka 27 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Viele junge Eltern können ihre Familien nicht ausreichend versorgen. Zahlreiche Kinder müssen Kinderarbeit verrichten oder alleine auf der Straße um ihr Überleben kämpfen.

Das SOS-Kinderdorf Ciudad Ojeda gehört zu den vier Standorten, an denen wir in Venezuela tätig sind. Landesweit haben etwa 480 000 Kinder ein oder beide Elternteile verloren. Viele wachsen völlig schutzlos und ohne Unterstützung auf und leben unter extrem schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen. Ohne Bildung haben Kinder kaum die Möglichkeit, als Erwachsene den Armutszyklus zu durchbrechen. Jedes Kind in unseren SOS-Kinderdörfern hat seine eigene Geschichte. Dennoch haben alle Kinder in unserer Obhut eins gemeinsam: sie brauchen Schutz und Unterstützung, damit sie die Chance auf ein besseres Leben bekommen. Im SOS-Kinderdorf Ciudad Ojeda können Kinder ohne elterliche Fürsorge sowie vernachlässigte Kinder aus armen und sozial ausgegrenzten Familien in einem liebevollen Zuhause aufwachsen.

Unsere Arbeit in Ciudad Ojeda


Junge bekommen Unterstützung von SOS-Mitarbeiterinnen  (Foto: SOS-Archiv

Das SOS-Kinderdorf Ciudad Ojeda wurde im Jahr 1983 eröffnet.

Familienstärkung: Heute leiten unsere Sozialzentren ein Familienstärkungsprogramm, um die Not der Gemeinde zu lindern. Kleine Kinder werden den Tag über betreut, damit alleinerziehende Mütter und berufstätige Eltern ihre Kinder in sicherer Obhut lassen können, während sie ihren Lebensunterhalt verdienen. In den Sozialzentren bietet SOS-Kinderdorf Lehrgänge und Unterstützungsangebote, und die Gemeinde kann in den Räumen eigene Veranstaltungen organisieren.

Betreuung in Familien Bis zu 99 Kinder aus Ciudad Ojeda, die nicht länger bei ihren Eltern leben können, finden in bis zu zehn SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut.

Unterstützung für junge Erwachsene: Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchten, können in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen und werden von qualifizierten Jugendpädagogen beim Übergang ins Erwachsenenleben unterstützt. In einer sicheren Umgebung können sie ihre Zukunft planen, Verantwortung zu übernehmen lernen und sich auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten.

 

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