SOS-Kinderdorf La Cañada

Fast die Hälfte der Bevölkerung der Maracaibo-Region ist arm. Grundlegender Güter, Lebensmittel und Medikamente sind extrem teuer und Mangelware. Kinder aus sozial schwachen Familien sind in Gefahr; viele von ihnen bekommen nicht genug zu essen, gehen nicht in die Schule, und haben nicht immer die medizinische Versorgung, die sie brauchen. Wir unterstützen die Gemeinden damit die Familien zusammen bleiben können.

In La Cañada haben zahlreiche Kinder keinen Zugang zum Bildungssystem


Auf dem Spielplatz (Foto: SOS-Archiv)
Das SOS-Kinderdorf La Cañada liegt etwa 35 Kilometer südlich von Maracaibo, der zweitgrößten Stadt des Landes. Etwa eine Million "Zulianos", wie die Bewohner von Maracaibo landläufig genannt werden, leben in erdrückender Armut. Wie auch in der Landeshauptstadt Caracas sind die Kriminalitätsraten in Maracaibo in den letzten Jahren explodiert. Die Mordrate in Maracaibo ist sogar höher als in vielen anderen südamerikanischen Großstädten.

Berichten zufolge leben in Maracaibo etwa 6000 Straßenkinder. Viele von ihnen müssen betteln oder stehlen, um irgendwie zu überleben und sehen in Verbrechen und Drogen den einzigen Ausweg. Schutzlose Straßenlinder werden häufig Opfer von Gewalt und Übergriffen und schnüffeln Klebstoff, um das Elend vermeintlich besser zu ertragen.

Anstatt zur Schule zu gehen, arbeiten viele Kinder auf dem informellen Sektor und verkaufen Kleinwaren, waschen Windschutzscheiben an Ampeln oder verdingen sich als Schuhputzer. In solch einem gefährlichen Umfeld sind sie in hohem Maße der Ausbeutung durch Erwachsene und ältere Jugendliche ausgesetzt, die sie als Drogenkuriere einsetzen oder für andere Straftaten bezahlen.

Verwaiste und verlassene Kinder in La Cañada brauchen unsere Unterstützung

Das SOS-Kinderdorf La Cañada ist eins der insgesamt drei SOS-Kinderdörfer in Venezuela. Landesweit haben 480 000 Kinder ein oder beide Elternteile verloren und wachsen unter extrem schwierigen sozioökonomischen Bedingungen auf. Tausende von Familien können es sich Tausende von Familien kaum leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. In vielen kleineren Städten um den Maracaibo-See gibt es zu wenige Grundschulen. Der tägliche weite Schulweg nach Maracaibo oder Bobures ist für viele "Zulianos" unerschwinglich.

Unsere Arbeit in La Cañada


Kinder ohne elterliche Fürsorge wachsen in SOS-Familien auf (Foto: SOS-Archiv)
SOS-Kinderdorf unterstützt seit dem Jahr 1979 Kinder in Not und ihre Familien durch ein ganzheitliches Paket an Unterstützungsmaßnahmen. Die Leistungen umfassen Familienstärkungsprogramme zur Vermeidung familiärer Zerrüttung, ein liebevolles Zuhause für Kinder ohne elterliche Fürsorge, medizinische Versorgung und Beratungen in unseren SOS-Sozialzentren. Das SOS-Kinderdorf La Cañada umfasst 14 SOS-Familien, in denen bis zu 126 Kinder in einem liebevollen Zuhause von SOS-Müttern betreut werden können.

Die SOS-Sozialzentren leiten Familienstärkungsprogramme zur Festigung bestehender familiärer Bindungen, damit Kinder bei ihrer eigenen Familie aufwachsen können. Die Kindertagesstätte bietet berufstätigen Müttern die Möglichkeit, ihre Kinder in der Obhut professioneller Tagesmütter zu lassen, während sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Seit 1996 bietet SOS-Kinderdorf darüber hinaus ein Programm zur Unterstützung junger Menschen. Begleitet durch ausgebildete Fachkräfte entwickeln sie in betreuten Wohngruppen eigene Zukunftsperspektiven und lernen Verantwortung zu übernehmen.

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